Reiner Majer

Jahreskonzert war ein Erlebnis

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Nachdem das letzte Konzert der Musikfreunde Hermaringen schon drei Jahre her ist, waren die Besucher des Jahreskonzerts sehr gespannt wie sich die Musikerinnen und Musiker präsentieren würden. Zumal in diesem Jahr auch Gäste aus Giengen das Konzert bereicherten. Das Jugendblasorchester der Musikschule Giengen ist der Einladung nach Hermaringen gefolgt.
Die Musikfreunde Hermaringen kooperieren mit der Musikschule Giengen in der Jugendausbildung. Die Nachwuchsmusiker aus Hermaringen sind im Bläservororchester und im Jugendblasorchester der Musikschule integriert. Somit lernen und erleben sie das Musizieren in einer Gruppe und knüpfen Kontakte zu gleichaltrigen Jungmusiker. Der Leiter des Jugendblasorchesters Hannes Färber bezeichnet dies als Win-Win Situation für den Verein und die Musikschule. Die jungen Musiker hatten zahlreiche Medleys mit Soundtracks zu bekannten Filmen und Serien mitgebracht. Schwungvoll ging’s los mit „The Avengers“. Die Superhelden sind zurück – musikalisch treffend interpretiert vom JBO. Bei „Tarzan Soundtrack Highlights“ erkannten Musikkenner schon nach den ersten Tönen die Handschrift von Phil Collins. Für die jungen Musiker*innen war das Konzertprogramm eine Herausforderung. Doch Hannes Färber führt sein JBO souverän und mit sicherer Hand. Das zeigte sich bei der Romanze „Guidita“. Besonders das sehr gelungene Klarinettensolo hat die Zuhörer beeindruckt. Mit „Jungle Book“, „Best of James Bond“ und „Shrek Dance Party“ war Musik für alle Generationen im Repertoire. Jeder konnte sich seinen Lieblingshelden raussuchen und die Bilder aus den Filmen Revue passieren lassen. Mit „Game of Thrones“ hielt ein Soundtrack aus einer der polurästen Streaming Serie Einzug in die Güssenhalle. Das JBO hat sich in glänzender Spiellaune präsentiert. Vorstand Reiner Majer hat die jungen Musiker*innen beglückwünscht und ermuntert ihre Schatzkiste weiter mit positiven Erlebnissen aus erfolgreichen Auftritten zu füllen.
Die Musikfreunde Hermaringen haben fünf berühmte Personen musikalisch vorgestellt. Den Märchenkönig Ludwig II hat Timo Dellweg in einem schwungvollen Marsch aufleben lassen. Der Hermaringer Dirigent Gerhard Dreher hat als Nächstes Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ aufgelegt. Den Filmkomponisten Klaus Bradelt und Hans Zimmer ist es glänzend gelungen den spannenden Inhalt des Films in Musik umzusetzen. Die Zuhören konnten die Seeschlachten und Degengefechte beim Vortrag der Musikfreunde förmlich spüren. In der nordischen Literatur ist Peer Gynt einer der berühmtesten Helden. Henrik Ibsen hat sein erfolgreiches Gedicht von Edvard Grieg in ein musikalisches Bühnenstück umarbeiten lassen. Aus dem umfangreichen Notenwerk hat James Curnow 4 Sätze aus der ersten Suite zusammengefasst. Der musikalische Bogen mit dem unverkennbaren Stil Griegs spannte sich von der „Morgenstimmung“ bis zum „Besuch beim Bergkönig“. Mit „Cleopatra“ wurden zwei beeindruckende Persönlichkeiten der Antike vorgestellt. Die strahlende Einleitung stellte Marcus Antonius dar. Der folgende sanfte und melodische Abschnitt symbolisierte die ägyptische Königin Kleopatra. Der Mittelteil beschreibt mit einem warmen und intensiven Thema die Liebe zwischen den beiden. Mit einer entschlossenen und kriegerischen Stimmung führt das Stück zu seinem dramatischen Ende. Den Musikfreunde gelang es vortrefflich die Stimmungen des Stücks in der Güssenhalle aufleben zu lassen. Mit der Filmmusik zu „Forrest Gump“ endet ein insgesamt gelungenes Konzert des JBO Giengen und der Musikfreunde Hermaringen.


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