Manfred Gaiser

Zehntstadelhock des Heimatvereins Steinheim sehr gut besucht

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Mitte August lud der Heimatverein Steinheim, erstmals zusammen mit dem im Frühjahr neu gegründeten Förderverein Zehntstadel Steinheim, zu seinem traditionellen Hock am Zehntstadel ein. Trotz hochsommerlichen Temperaturen fanden sich bereits um die Mittagszeit zahlreiche Gäste ein und die Plätze unter dem aufgestellten Zelt wurden zunehmend zur Mangelware. Während Anton Schmidt als Alleinunterhalter an seiner Orgel und mit Gesang gängige Rhythmen spielte, hatte das Personal viel Arbeit, um die Gäste mit verschiedenen Speisen und Getränken zu versorgen.
In der Zeit zwischen Mittagessen und Kaffee- und Kuchenangebot begrüßte der Vorsitzende des Heimatvereins Rudolf Maier die zahlreichen Gäste. Bürgermeister Holger Weise nahm in einem kurzen Statement Stellung zur anstehenden Renovierung des über vierhundert Jahre alten Zehntstadels. Er führte aus, dass seitens des Denkmalamtes nunmehr das Dach des Zehntstadels zur Energiegewinnung genutzt werden darf und deshalb neue Ausschreibungen erforderlich waren. Nichtsdestotrotz geht er davon aus, dass die Dachsanierung noch in diesem Jahr abgeschlossen sein wird. Der Vorsitzende des Fördervereins Zehntstadel Alfons Körner erläuterte den Sinn und Zweck des neu gegründeten Vereins. Durch diesen soll eine breite Unterstützung des Vorhabens seitens der Bevölkerung erreicht werden. Er warb in diesem Zusammenhang um Mitglieder und Spenden.
Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, den Zehntstadel vor der anstehenden Renovierung zu besichtigen. Im nördlichen Teil konnte man zumindest erahnen, wie die neue Begegnungsstätte einmal aussehen wird und welche Dimensionen sie hat. Im südlichen Teil, welcher vom Heimatverein schon vor vielen Jahren renoviert und eingerichtet wurde, konnten die Besucher viele Dinge aus früheren Zeiten besichtigen. Dieser Teil wird von der Renovierung hauptsächlich im Dachbereich und an dem Umfassungswänden betroffen sein, jedoch auch im Innenbereich, so dass ein Besuch während der Renovierung wohl nicht mehr möglich sein wird.
Rechtzeitig zu den vom Förderverein angebotenen Kuchen und Kaffee spielte die bereits vom Musikwandern bekannte Kapelle „Broken Wood“ auf. Ein breites Repertoire an Liedern und Melodien unterhielt die Gäste und lud gelegentlich zum Mitsingen ein. Auch bei irischen Songs wippten die Gäste begeistert auf ihren Plätzen. Gegen Abend klang der rundum gelungene Hock gemütlich aus. Allen Mitarbeitern und Helfenden sah man die Anstrengungen des abgelaufenen Festes deutlich an. Ihnen gebührt an dieser Stelle ein absolutes DANKESCHÖN! Ohne solche Mitarbeiter wäre die Durchführung eines solchen Festes nicht denkbar und realisierbar.
Am darauffolgenden Montag lud der Heimatverein, auch einer Tradition folgend, die Bewohner des Alten- und Pflegezentrums zum gemütlichen Nachmittag ein. Dieser Einladung wurde ausgiebig gefolgt und der angebotene Kaffee mit Kranzes und Nussgebäck und später der Leberkäs mit Kartoffelsalat mundete allen herzhaft. Zwischen Kaffee und Vesper hat Gerhard Belowitzer Liederbücher verteilt und unter seiner Begleitung mit der Gitarre wurden viele bekannten Volkslieder gesungen.
Der Heimatverein wird trotz des damit verbundenen Aufwands an der Tradition des Zehntstadelhocks festhalten; dieser gehört ins Jahresprogramm der Gemeinde Steinheim und wird jährlich am zweiten August-Sonntag stattfinden. Im nächsten Jahr möglicherweise auf einem Ausweichplatz? Abwarten!

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