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Wolfgang Grupp im Wandel Vom Geschäftsmann zum Aktivisten der Nation?

Nach einem halben Jahrhundert gibt Wolfgang Grupp die Führung ab. Wie sich die Zukunft für den polarisierenden Geschäftsmann gestaltet? Hier mehr.

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Über einen Zeitraum von 50 Jahren stand Wolfgang Grupp an der Spitze seines Unternehmens. Jetzt hat er sämtliche Verantwortlichkeiten abgegeben.

Über einen Zeitraum von 50 Jahren stand Wolfgang Grupp an der Spitze seines Unternehmens. Jetzt hat er sämtliche Verantwortlichkeiten abgegeben.

Foto: Trigema

Mit dem Jahresbeginn vollzog sich bei Trigema im schwäbischen Burladingen ein bedeutender Generationswechsel. Nach beeindruckenden 50 Jahren an der Spitze des Unternehmens übergab Wolfgang Grupp die Geschäftsführung an seine beiden Kinder. Die 34-jährige Bonita und der 32-jährige Wolfgang Junior übernehmen damit die Verantwortung für das renommierte Unternehmen im Zollernalbkreis. Währenddessen bleibt Ehefrau Elisabeth weiterhin als Gesellschafterin im Unternehmen aktiv.

Homeoffice-Debatte: Grupp kontert Maschmeyer

Wolfgang Grupp erlangte nicht nur durch erfolgreiche Geschäftsführung, sondern auch durch kultige Fernsehspots große Bekanntheit. Seine teils kontroversen Äußerungen zu gesellschaftlichen Themen machten ihn zusätzlich zum öffentlichen Diskussionsthema. In jüngster Zeit fiel Grupp unter anderem durch seine Diskussion mit Unternehmer Carsten Maschmeyer über das Thema Homeoffice auf. Während Maschmeyer für mehr Flexibilität in der Arbeitswelt plädierte, stellte Grupp die Realitäten im Handwerksbetrieb in Frage.

Klarer Rundumschlag beim Künzelsauer Neujahrsempfang

Auch beim Neujahrsempfang der Stadt Künzelsau, die Heilbronner Stimme berichtete, äußerte sich der 81-Jährige deutlich zu Bauernprotesten, betont dabei die Notwendigkeit für Unternehmer, ihre Stimme zu erheben. "Es kann doch nicht sein, dass nur die Bauern demonstrieren dürfen und die Unternehmer nicht, die Milliarden an Investitionsleistungen zahlen", so Grupp. Als provokante Lösung schlug dieser daher vor, eine spektakuläre Demonstration "von Hamburg bis Künzelsau gegen die Abzocker" zu organisieren. Ob Wolfgang Grupp diese Pläne tatsächlich versucht in die Tat umzusetzen oder gar andere Wege geht, bleibt abzuwarten. Konkrete Pläne sind nicht bekannt.


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