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Vorsicht: Betrüger werden immer dreister

Kreissparkasse und Volksbank warnen, dass Betrüger zu immer perfideren Methoden greifen und versuchen, die Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie auszunutzen.
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ICH BIN’S, DEIN ENKEL: Gewissenlose Gauner haben nicht die geringste Scheu, andere Menschen abzuzocken. Neben dem „beliebten“ Enkel-Trick gibt es aber auch andere Methoden des so genannten Phishing - auch und gerade in Zeiten der Verunsicherung wegen Corona.

ICH BIN’S, DEIN ENKEL: Gewissenlose Gauner haben nicht die geringste Scheu, andere Menschen abzuzocken. Neben dem „beliebten“ Enkel-Trick gibt es aber auch andere Methoden des so genannten Phishing - auch und gerade in Zeiten der Verunsicherung wegen Corona.

Foto: stock.adobe.com/chingyunsong

Oftmals täuschen die Gauner eine persönliche Bekanntschaft oder besondere Umstände vor. Bei einer Variante des Enkeltricks schlüpfen die Betrüger in die Rolle eines Verwandten, der an Corona erkrankt sei und Geld für eine Behandlung oder eine andere Notlage benötige. Oftmals werden die Opfer auch unter Druck gesetzt, damit sie vertrauliche Informationen wie Iban-, Pin- und Tan-Nummern herausgeben.
 
Ein Beispiel für einen Onlinebetrugsversuch: Der Kunde erhält eine betrügerische E-Mail (Phishing-Mail) im Namen seiner Bank oder Sparkasse. Unter dem Vorwand der Corona-Pandemie, der Lage an den Finanzmärkten oder einer angeblichen Umstellung des Online-Bankings wird versucht, dass der Kunde eine betrügerische Internetseite (Phishing-Seite) aufruft. Dort werden Online-Banking-Zugangsdaten und persönliche Daten abgefragt.
 
Alternativ zu einer Phishing-Seite kann auch der Telefonanruf eines angeblichen Bankmitarbeiters, der Daten erfragt, oder der Versand einer betrügerischen E-Mail mit Anhang erfolgen. Bei dessen Öffnen kann die Schadsoftware auf den eigenen PC gelangen. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt dann der Anruf eines falschen Bankmitarbeiters. Unter einem Vorwand, weil etwa die Sicherheitsstandards aufgrund der Corona-Pandemie verschärft worden seien, oder zur Synchronisierung des Tan-Generators, folgt dann die Aufforderung zur Nennung einer Transaktionsnummer (Tan).
 
Die wichtigste Grundregel gegen Phishing: Niemals heißt niemals
„Wichtig für die Kunden ist, dass Kreissparkasse und Volksbank niemals Online-Banking-Daten erfragen oder zu Testüberweisungen sowie zur Eingabe einer Tan auffordern. Daten, die wir benötigen, sind uns bekannt. Alle anderen Daten wie etwa Tans, Kennwörter oder die Pin sind geheim, nur der Kunde selbst kennt sie“, betonen Dieter Steck und Oliver Conradi, die Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse und der Volksbank.
 
Sollten Kunden einen solchen Anruf oder eine derartige E-Mail erhalten, werden sie gebeten, umgehend ihre Bank zu kontaktieren. Am Wochenende steht die Sperrnummer 116 116 auch für Rückfragen zur Verfügung. Ebenso sind auf den Internetseiten der Heidenheimer Volksbank und der Kreissparkasse Heidenheim Sicherheitshinweise zu den neuesten Vorgehensweisen von Online-Betrügern zu finden.


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