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Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg: Erschließung neuer Märkte von Gmünd aus

Das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg beleuchtet Möglichkeiten zur Bewältigung der Transformation - so wie zuletzt bei Voestalpine
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INFOS AUS ERSTER HAND: Bei Voestalpine gab‘s für die Teilnehmer Einblicke in Sachen Transformation beim Autozulieferer. Foto: Peter Kruppa

INFOS AUS ERSTER HAND: Bei Voestalpine gab‘s für die Teilnehmer Einblicke in Sachen Transformation beim Autozulieferer. Foto: Peter Kruppa

Voestalpine Automotive Components in Schwäbisch Gmünd ist Teil des weltweit agierenden österreichischen Stahl- und Technologiekonzerns mit Hauptsitz in Linz. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Pressteilen für die Automobilindustrie spezialisiert. Julian Brodbeck (CEO) gab einen Überblick zu der im Unternehmen vorhandenen hohen Kompetenz bei der Fertigung pressgehärteten, höchstfesten und korrosionsbeständigen Karosseriebauteilen aus verzinktem Stahlband.

Im größten Absatzmarkt des Unternehmens – der Automobilindustrie – nehme das Auftragsvorlumen wie in allen Zuliefererbereichen deutlich ab. Daher erschließt Voestalpine mit einem neuen, branchenfremden Produkt neue Märkte und erweitert so das Produktportfolio.

Florian Gerstner, Leiter Forschung und Entwicklung, erläuterte, wie das neu entwickelte Produkt „iFiX“, ein ressourceneffizient konstruiertes und produziertes Schnell-Montagesystem für Photovoltaik-Module auf Flachdächern, adaptiert werden konnte. Bei der Produktentwicklung konnte das Know-how aus der bisherigen Tätigkeit für das neue Produkt genutzt werden.

Es wurde eine innovative Klickverbindung konstruiert und erfolgreich patentiert. Gleichzeitig erfolgte die Einarbeitung in für das Unternehmen neue Themen wie Garantie und Produktdatenblätter sowie Logistik, mit denen es als klassischer Zulieferbetrieb bisher kaum Berührungspunkte gab.

Nach Erstellung eines Prototyps und erfolgreicher Testphase konnte Voestalpine schließlich die Investition für ein Serienwerkzeug tätigen, Vertriebskanäle in die Branche erschließen und das Produkt vermarkten, um sich dort auf einem neuen, vielversprechenden Markt zu positionieren. Bei einer Firmenbesichtigung erhielten die rund 25 Teilnehmenden einen exklusiven Einblick in die Produktion. Ohne Motivation geht es nicht Michael Wohlstein von den Talenthelden berichtete über seine Erfahrungen aus Personalentwicklungssicht bei der Umsetzung einer nachhaltigen Transformation.

 „Bei tiefgreifenden Veränderungsprozessen müssen die Mitarbeitenden mitgenommen und begeistert werden. Die menschliche Motivation und das Engagement sind entscheidend, um nachhaltige Transformationen zu ermöglichen und positive Veränderungen herbeizuführen“, so Michael Wohlstein, der mit seinem Unternehmen Instrumente der Personalentwicklung entwickelt und umsetzt.

„Voestalpine zeigt, was aus Innovationskraft entstehen kann: Mit einer guten Idee hat sich das Unternehmen einen neuen Markt und Geschäftsbereich erobert und aufgezeigt, wie eine Transformation gelingen kann. Das vorrangige Ziel unserer Veranstaltung war es, den Teilnehmenden wertvolle Impulse und Denkanstöße für ihren eigenen Transformationsprozess zu geben“, so Nunzio Drago vom Transformationsnetzwerk OW.

Über den Gastgeber – voestalpine Die voestalpine ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Mit ihren Premium-Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- und Gasindustrie und ist Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen.

Die Voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und verfolgt mit greentec steel einen Plan zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.


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