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Plouquet-Quartier als Paradebeispiel der „Neuen Leipziger Charta“ geführt

Anlässlich des bundesweiten Tags der Städtebauförderung am Samstag, 8. Mai, und des diesjährigen 50. Jubiläums der Städtebauförderung in Baden-Württemberg (1971-2021) informiert die Stadt Heidenheim zum EU-weiten Stellenwert des Plouquet-Quartiers.
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Foto: Stadt Heidenheim

Auf dem Firmengelände der Textil-Firma Ploucquet, wo früher in Produktionshallen und Büroräume die Beschäftigten arbeiteten, leben heute Heidenheimer Bürger in modernen Wohngebäuden für 310 Wohnungen. Auf den Hausdächern erzeugen Fotovoltaikanlagen Strom; eine Pergola dient den Bewohnern als Platz zum Verweilen; zwischen den Häusern liegen Grünflächen; in der Nachbarschaft rauscht die Brenz mitten durch die Stadt.
 
Das Quartier bietet Familien eine Heimat, täglich bringen Eltern ihre Kinder in den katholischen Kindergarten St. Josef. Zugleich leben in dem Viertel ältere und pflegebedürftige Menschen selbstbestimmt im betreuten Wohnen, nutzen die Tagespflege oder bedienen sich dem Angebot der ambulant betreuten Wohngruppen. All das zeichnet das Ploucquet-Areal in Heidenheim als ein neues, modernes Stück Innenstadt aus.
 
Mit diesem Ansatz und dessen Umsetzung hat die Stadt Heidenheim gemeinsam mit ihren Bürgern eine Hiobsbotschaft – den Verlust von Arbeitsplätzen und den Weggang einer Traditionsfirma – mit beharrlicher Arbeit und zukunftsweisenden Ideen in wenigen Jahren in eine Erfolgsgeschichte umgeschrieben. Eine Erfolgsgeschichte, die nun als Paradebeispiel im Rahmen der „Neuen Leipzig -Charta“ erwähnt wird.
 
„Ich bin stolz darauf, dass das Ploucquet-Quartier – an dem die ganze Stadt mitgewirkt hat – als Vorzeigeprojekt in einer Reihe mit weiteren Vorhaben aus anderen Städten Erwähnung findet“, sagt Oberbürgermeister Bernhard Ilg zur Darstellung in der Broschüre. Ihm war das Vorhaben auf dem Areal an der Brenz stets eine Herzensangelegenheit.
 
Das stadtentwicklungspolitische Dokument auf EU-Ebene zeigt die Bedeutung der Städte und Gemeinden für die Gesellschaft, beschreibt Zukunftsperspektiven und gibt Empfehlungen für eine kommunale Entwicklung, die das Gemeinwohl im Auge behält. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg nahm die neue Charta zum Anlass, diese in einer Broschüre anhand von 37 Best-Practice-Beispielen vorzustellen. Die Broschüre ist zugleich Auftakt zum Jubiläum anlässlich 50 Jahre Städtebauförderung in Baden-Württemberg. pm/Stadt Heidenheim


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