Landratsamt Heidenheim

Klima-Hoffnung: Game-Changer SCHWENK Zement?

Dream-Team CO2 plus Grüner Wasserstoff: im Oxyfuel-Pilotprojekt ‚catch4climate‘ gilt es die sogenannte CO2-Abschneidung einzusetzen.
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Bild links: Besuch bei SCHWENK Zement (v. l.): Thomas Spannagl, CEO SCHWENK Zement GmbH & Co. KG, Landrat Peter Polta, Umweltministerin Thekla Walker und Regierungspräsidentin Susanne Bay. Bild rechts: Tobias Kaschke (re.) zeigt die Baustelle von ‚catch4climate‘ Fotos/Text: Landratsamt Heidenheim

Bild links: Besuch bei SCHWENK Zement (v. l.): Thomas Spannagl, CEO SCHWENK Zement GmbH & Co. KG, Landrat Peter Polta, Umweltministerin Thekla Walker und Regierungspräsidentin Susanne Bay. Bild rechts: Tobias Kaschke (re.) zeigt die Baustelle von ‚catch4climate‘ Fotos/Text: Landratsamt Heidenheim

Foto: Landratsamt Heidenheim

Am vergangenen Mittwoch, 15. Februar, haben die Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württembergs, Thekla Walker, Regierungspräsidentin Susanne Bay und Landrat Peter Polta die SCHWENK Zement GmbH & Co. KG in Mergelstetten besucht und sich über die Ziele eines der wichtigsten deutschen Zementunternehmen hin zur schnellstmöglichen CO2-Neutralität informiert.

Austausch mit Schwenk-Vordenkern

Im Mittelpunkt des Austausches stand die dafür notwendige Infrastruktur sowie das Pilotprojekt „catch4climate“. CEO Thomas Spannagl, Tobias Kaschke, Projektleiter Neue Technologien, und Manfred Pirker, Werkleitung Werksgruppe Süd sowie Mitglied der Geschäftsleitung SCHWENK Deutschland, führten durch das Werk und erklärten das Vorhaben.

Vorzeigeprojekt ‚catch4climate‘ Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „catch4climate“, einem bundesweiten Vorzeigeprojekt der Zementindustrie, bauen vier Zementhersteller (SCHWENK Zement GmbH und Co. KG, Buzzi Unicem - Dyckerhoff, Heidelberg Materials - HeidelbergCement AG und Vicat S.A.) auf dem Gelände des Zementwerkes in Mergelstetten eine Demonstrationsanlage im halbindustriellen Maßstab, die das sogenannte Oxyfuel-Verfahren zur CO2-Abscheidung einsetzt.

Mit geändertem Blickwinkel zum Ziel:

CO2 mit grünem Wasserstoff zur Ressource wandeln Das in Mergelstetten gewonnene hochkonzentrierte CO2 soll künftig dazu genutzt werden, um mit Hilfe erneuerbarer Energien (grünem Wasserstoff) sogenannte „reFuels“, also klimaneutrale synthetische Kraftstoffe, wie beispielsweise Kerosin für den Flugverkehr, herzustellen.

Ministerin setzt globale Klima-Hoffnung in Pilotprojekt

Ministerin Walker zur Intention Ihres Besuches: „Solch innovative und europaweite Pilotprojekte wie in Mergelstetten benötigen wir, um die Energiewende weltweit entscheidend voranbringen zu können. Dass mit diesem Verfahren nicht nur spürbar Treibhausgase eingespart werden, sondern auch noch neue Produkte wie Treibstoffe, Kunststoffe und Düngemittel entstehen können, ist eine tolle Sache, die hoffentlich weltweit viele Nachahmer finden wird.“

Oxyfuel als Schlüsseltechnologie

Regierungspräsidentin Susanne Bay: „Das Oxyfuel-Verfahren ist ein wichtiger Baustein, mit dem die CO2-Emissionen bei der Zementherstellung maßgeblich gemindert werden können, und damit der Schlüssel für eine grünere Zementindustrie. Aufgrund der bislang guten Zusammenarbeit aller Beteiligen bin ich zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit der Firma SCHWENK Zement GmbH & Co. KG die notwendigen weiteren Bausteine zügig anpacken und umsetzen werden.“

Schwenk bedeutender Innovationstreiber für Zukunftsoffensive

Landrat Peter Polta ergänzt: „Der Klimawandel gehört mit zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Daher hat sich der Landkreis Heidenheim gemeinsam mit den Bündnispartnern der Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ mit dem Masterplan 2030 das Ziel einer klimaneutralen Region Ostwürttemberg gesetzt, das sowohl die Einwohnerschaft, die Kommunen als auch die Wirtschaft mit einbindet. Unternehmen wie SCHWENK Zement sind wichtige Innovationstreiber und zeigen mit dem Projekt „catch4climate“, wie klimaneutrale Zementherstellung in Zukunft gelingen kann. Als Landrat des Landkreises Heidenheim bin ich stolz auf dieses Vorzeigeprojekt und setze mich nachdrücklich dafür ein, dass mit Unterstützung des Ministeriums und des Regierungspräsidiums die Innovationspläne der Firma SCHWENK am Wirtschaftsstandort Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg realisiert werden.“

Entscheidungen für Generationen

Thomas Spannagl, CEO der SCHWENK Zement GmbH & Co. KG: „Als Familienunternehmen treffen wir unsere Entscheidungen stets mit dem Blick auf zukünftige Generationen. Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein aktueller Trend, sondern vielmehr die Basis für zukunftsorientiertes Wirtschaften und langfristigen Erfolg. Die globale Reduktion von CO2-Emissionen erfordert politische, wirtschaftliche, soziale und technische Lösungen. Wir sind fest entschlossen, ein Teil der Lösung zu sein und freuen uns, mit dem heutigen Besuch Einblicke in unsere Arbeit und die Innovationsprojekte zu geben.“


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