Landratsamt

Keine Chance dem Borkenkäfer

Auch wenn bisher noch keine besorgniserregende Verbreitung verzeichnet wurde, sollten Waldbesitzer vorsichtig sein. Das Landratsamt berät.
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DEN WALD SCHÜTZEN: Bei Borkenkäferbefall ist eine schnelle Reaktion des Waldbesitzers notwendig.

DEN WALD SCHÜTZEN: Bei Borkenkäferbefall ist eine schnelle Reaktion des Waldbesitzers notwendig.

Foto: stock.adobe.com/K I Photography

Nach der Wettervorhersage werden in den kommenden Tagen warme Temperaturen und eine trockene Witterung erwartet. Dies sind optimale Bedingungen für die Entwicklung des Borkenkäfers.
 
Bisher wurde dieses Jahr noch keine besorgniserregende Ausbreitung des Borkenkäfers verzeichnet. Laut aktuellen Untersuchungen befindet sich momentan die erste Generation der Borkenkäfer kurz vor dem Abschluss und Ausflug. Auch die Anlage von Geschwisterbruten findet statt. Daher sollten Waldbesitzer vor allem in den kommenden Wochen aufmerksam sein. Infolge des regnerischen und windigen Wetters war bisher das Bohrmehl, welches Hinweise auf den Borkenkäfer gibt, schwer zu finden. Aufgrund der guten Wettervorhersage für die nächsten Tage, sind die Voraussetzungen für die Kontrolle gefährdeter Bestände optimal. Die Waldbesitzer werden deshalb aufgefordert ihre Bestände auf Befall zu kontrollieren.
 
Der Befall kann durch braunes Bohrmehl am Stammfuß der Fichten sowie auf der umgebenden Bodenvegetation, oder durch Harzfluss am Kronenansatz erkannt werden. Häufig sind auch Rindenschuppenabsplitterungen zu beobachten, die der Specht bei der Suche nach Käfern und Larven verursacht, die Hinweis auf einen Befall liefern. Weitere Merkmale sind die Verfärbung der Kronen und Nadelverlust, die in der Regel aber erst zu einem späteren Zeitpunkt auftreten.
 
Um die Verbreitung des Borkenkäfers einzudämmen, ist eine umgehende Aufarbeitung der befallenen Bäume und ein schneller Abtransport oder eine Entrindung des aufgebarbeiten Holzes von entscheidender Bedeutung. Sofern die rechtzeitige Aufarbeitung selbst nicht durchgeführt werden kann, sollte sich bitte mit der zuständigen Revierleitung in Verbindung gesetzt werden. Vor Aufarbeitungsbeginn sollten die aktuell geltenden Aushaltungsbedingungen wie auch sonstige Fragen mit dem zuständigen Revierleitenden abklärt werden.
 
Für weitere Fragen steht der Fachbereich Wald und Naturschutz des Landratsamtes Heidenheim unter Tel. 07321.321-1371 sowie die Forstrevierleitungen und die Holzverkaufsstelle zur Verfügung.


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