Peter Maier

Jugendliche der Partnergemeinden von Gerstetten treffen sich

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Das Partnerschaftskomitee von Cébazat/Frankreich hat Jugendliche aus Gerstetten und seiner Partnergemeinde Pilisvörösvar/Ungarn zu einem trinationalen Treffen in die europäische Hauptstadt Straßburg eingeladen. Dies sollte insbesondere der Begegnung Jungendlicher dienen, aber auch zum Kennenlernen der wichtigsten europäischen Institutionen, verbunden mit Besichtigungen von kulturellen und touristischen Einrichtungen. Dies wurde durch viel Engagement, bester Organisation und einem abwechslungsreichen Programm seitens des französischen Partnerschaftskomitee-Teams voll erreicht. Aber auch dank der Offenheit, Bereitschaft und Mitarbeit der Jugendlichen. Vom zentral gelegenen Hostel „Ciarus“ führten die täglichen Besichtigungs- und Kennenlern-Touren zu den wesentlichen Teilen Straßburgs. Damit konnten die Historie der Stadt Straßburg, kulturelle Einrichtungen und die Entwicklung zur Kernstadt Europas lebendig erfahren werden.
Am Mittwochnachmittag führte eine historische Stadtrallye zu den alten Fußgängerzonen ins Quartier „Petit France“. Kanäle, Brücken, Gerberhäuser, Plätze, Fachwerkbauten spiegelten authentisch die vergangenen Jahrhunderte wider.
Den Donnerstagmorgen verbrachte die Gruppe im „Museum Tomi Ungerer“. Die teils bissig-ironischen und kritischen Zeichnungen, Malereien und Skulpturen des gebürtigen Straßburgers beeindruckten und wurden durch eigene zeichnerische Versuche pädagogisch umgesetzt. Auch die ergänzende Ausstellung der jungen zeitgenössischen Illustratorin Anna Haifisch kam bei den Jungendlichen bestens an. Am Nachmittag wurde durch eine kurzweilige Führung die „Neustadt“ mit ihren Prachtbauten des deutschen Kaiserreiches aus dem zu Ende gehenden 19. Jahrhundert bestaunt. Dabei erfuhren die Jugendlichen auch Interessantes über die wechselvolle Geschichte Straßburgs und des Elsasses im Wechsel zwischen der Zugehörigkeit zu Frankreich und Deutschland.
Am Freitag stand das Erkunden des „Europaviertels“ ganz im Mittelpunkt. Eine Schnitzeljagd führte entlang des Europaparlaments zu den Büros der Abgeordneten, am Europarat vorbei, zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – allesamt beeindruckende Architektur. Nach dem Mittagessen in der Brasserie des Parlaments durfte die Gruppe bei einer Führung durch das imposante Parlamentsgebäude über viel Neues und Interessantes staunen und erfuhr Einiges über die parlamentarische Arbeit.
An den Abenden entwickelten die Teilnehmer illustrativ, inspiriert von Zeichnungen Tomi Ungerers, eigene Darstellungen zur Zukunft Europas, ihren Wünschen und Fragen an die Politik. Wichtige Eindrücke und Erfahrungen des Aufenthalts wurden in Form von kurzen Sätzen und Schlagwörtern plakativ und großflächig präsentiert.
Der Samstag begann mit einer „Panorama-Bootsfahrt“ auf dem Fluss Ill und durch die Kanäle der Stadt noch einmal an den wichtigsten Punkten des alten und neuen Straßburgs entlang. Ein Stadtbummel durch die quirlige Altstadt zu den Shops, über die Plätze, zur Kathedrale durfte nicht fehlen, auch nicht der Kauf von „Souvenirs d’Alsace“. Die Kulinarik als ein Teil französischer Kultur kam - wie immer bei den Franzosen - nicht zu kurz. Restaurant, Brasserie, Bistro boten elsässische Küche, Quiche und allerbeste Flammkuchenvariationen an.
Die zum Teil doch sehr lange An- und Abreise mit Bus und Bahn hat sich aber für alle mehr als gelohnt – ein unvergessliches Erlebnis. Eine Jugendliche drückte es so aus:
„Mir hat Straßburg gezeigt, wie wahre Freundschaften trotz Sprachblokaden entstehen können – wenn man es wirklich will. Ebenfalls konnten wir gut zusammen lachen und die Sprache der anderen ein wenig erlernen. So haben wir viele schöne Erinnerungen erlebt und sogar etwas über Europa gelernt!“
Komiteevorsitzender Peter Maier bedankte sich aufs herzlichste bei Francoise Desnous und dem gesamten Team des französischen Komitees für die überaus gelungene Begegnung und die viele Arbeit, die ein solches Projekt in Anspruch nimmt. Die Teilnehmer hatten die einmalige Gelegenheit, bei gemeinsamen Erlebnissen, Gesprächen und Kontakten sich gegenseitig besser kennen zu lernen und Wissenswertes über Europa zu erfahren. Bei der Rundumversorgung wurden keine Kosten und Mühen gescheut – dies zahle sich nun durch die große Zufriedenheit aller Teilnehmer aus. Erika Szabóné Bogár und Ibolya Sax stimmten dem uneingeschränkt zu und zeigten sich sehr glücklich, dass ihre doch so weite und lange Reise aus Pilisvörösvar mit so vielen neuen Kontakten und Eindrücken belohnt wurde. Sie planen schon die trinationale Begegnung im August nächsten Jahres und hoffen auf ein Wiedersehen. Für Francoise Desnous sei das schönste Geschenk für die Mühen gewesen, dass sich die Jugendlichen so gut verstanden, neue Freundschaften schlossen und sie so überaus toll mitmachten und einen sehr angenehmen Umgang miteinander pflegten.

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