Picknick-Abfall richtig entsorgen 26  |  24.05.2021 15:00

Immer öfter wird Littering beobachtet: Die zunehmende Vermüllung von Grünanlagen, Parks und öffentlichen Plätzen ist ein Problem, das sich durch die Corona-Krise offensichtlich noch verschärft hat.

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DA BLEIBT GANZ SCHÖN WAS ÜBRIG: Wer dem Picknick die Abfälle trennt und entsorgt, schont Umwelt, Klima und Ressourcen.

DA BLEIBT GANZ SCHÖN WAS ÜBRIG: Wer dem Picknick die Abfälle trennt und entsorgt, schont Umwelt, Klima und Ressourcen.

Foto: IMW/Steffen Jagenburg

Jetzt lockt das Sommerwetter wieder viele Menschen ins Freie, zurück bleiben viel zu oft achtlos weggeworfene Abfälle. Das sogenannte Littering schadet Umwelt, Mensch und Tier und es verursacht hohe Kosten. Die Initiative „Mülltrennung wirkt“ gibt Tipps, wie die Bürger mit richtiger Mülltrennung Littering vermeiden und damit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt leisten können.
 
Als Littering wird das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum bezeichnet, Kommunen und Städte reagieren mit Bußgeldern oder mehr Abfallbehältern. Doch während der Pandemie geraten öffentliche Abfallbehälter in Parks und Grünanlagen an ihre Grenzen.
 
Wie die Menschen selbst Littering vermeiden können, erklärt Axel Subklew, Experte der Initiative „Mülltrennung wirkt“: „Wer ein Familien-Picknick im Park oder in der Natur plant, sollte die passenden Abfalltüten gleich mit einpacken. Picknick-Überbleibsel können so direkt vor Ort getrennt, mitgenommen und zu Hause ins Altpapier, den Gelben Sack, in Bio- und Restmülltonne und in Glascontainer entsorgt werden. Das schont sowohl die Umwelt als auch die schönen Parks und Grünanlagen.“
 
Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien gehören in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Beim Picknick sind das Kunststoffschalen und -folien, Eisverpackungen, Joghurtbecher, Chips-Tüten, Senftuben oder Kronkorken sowie natürlich alle Arten von Alu-, Blech- oder Kunststoffdeckeln.
 
Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton kommen in die Papiertonne. Pappteller und Papierservietten hingegen sind ein Fall für den Restmüll, dort hinein gehören auch Lebensmittelreste und Einweggrills sowie verbrannte Holzkohle. Sie muss vollständig gelöscht und erkaltet sein. Wenn auf Einweggeschirr aus Plastik nicht verzichtet werden kann, wird auch das im Restmüll entsorgt, denn in den Gelben Sack gehören ausschließlich Verpackungen.
 
Glas wie Saft- und Weinflaschen, Gurken- oder Olivengläser werden - nach Farben Weiß, Braun und Grün sortiert - in den Glascontainer geworfen. Andere Farben wie zum Beispiel blaue Flaschen gehören in den Container für Grünglas, da Grün bei der anschließenden Verwertung die meisten Fehlfarben verträgt.
 
Beim Picknick liegengelassener Abfall gefährdet Kleintiere und Pflanzen, er schadet der Umwelt durch Mikroplastik und Schadstoffe. Zu Hause korrekt entsorgte Verpackungen dagegen können recycelt werden - das schützt das Klima und wichtige Rohstoffe bleiben erhalten. So hat das Öko-Institut in Freiburg berechnet, dass durch das Recycling von Verpackungen in Deutschland jährlich rund 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden - das entspricht den Emissionen einer Stadt in der Größe von Bonn.
 
Weitere Informationen findet man unter www.mülltrennung-wirkt.de.
 
pm/Initiative „Mülltrennung wirkt“