Zensus in Heidenheim beginnt

Stadt Heidenheim 53

Im kommenden Jahr findet in Deutschland wieder ein Zensus statt. Auch in der Stadtverwaltung Heidenheim bereitet man sich dieser Tage auf die Volkszählung vor.

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DERZEIT LEISTEN SIE DIE VORARBEITEN: Susanne Hartmann, Tülin Özcan und Thomas Pade (von links) koordinieren den Zensus 2022 in Heidenheim. Etwa 40 Mitarbeiter werden sich ab Mai dann an die Erhebung der Daten machen.

DERZEIT LEISTEN SIE DIE VORARBEITEN: Susanne Hartmann, Tülin Özcan und Thomas Pade (von links) koordinieren den Zensus 2022 in Heidenheim. Etwa 40 Mitarbeiter werden sich ab Mai dann an die Erhebung der Daten machen.

Foto: Stadt Heidenheim

In der neu eingerichteten Erhebungsstelle sind die Zensusbeauftragten Susanne Hartmann und Tülin Özcan unter Leitung von Thomas Pade beschäftigt. Mit statistischer Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten – alles anonymisiert und ohne Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ermöglichen. Alle erhobenen Informationen werden unter strengen Datenschutzvorgaben in einem eigens abgeschotteten Bereich innerhalb des Rathauses zusammen getragen.
 
Die Zensusbeauftragten der Stadt Heidenheim erhalten derzeit Daten, die sie überarbeiten und teilweise auch mit Vorortbegehungen kontrollieren müssen. Besonders die Großanschriften – darunter fallen unter anderem Hochhäuser, Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte – müssen sie vorab in Augenschein nehmen und planen, wie sie die Arbeit für die rund 40 Erhebungsbeauftragten von Mai an koordinieren. Die Zensusbeauftragten haben Dienstausweise, mit denen sie sich ausweisen und legitimieren können.
 
Der Zensus 2022 ermöglicht die Erhebung weiterer Merkmale, die nicht oder nicht hinreichend verlässlich bekannt sind. In Deutschland ist er eine registergestützte Zählung, bei der die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. Stattdessen werden die Adressen von acht Prozent zufällig ausgewählten und zu befragenden Einwohnern Heidenheims an die Zensus-Erhebungsstelle im Rathaus übermittelt.
 
Allerdings ist es auch möglich, dass einzelne Personen oder ganze Familien umgezogen sind und sich in Heidenheim noch nicht an- oder abgemeldet haben. In diesen Fällen sind die Melderegister fehlerhaft. Um solche Ungenauigkeiten herauszufinden, befragen die Erhebungsbeauftragten die ausgewählten Personen in einem kurzen Interview.
 
Diese Stichprobenbefragung ist außerdem notwendig, um Daten zu erheben, die nicht in den Registern vorliegen, wie Angaben zu Bildung und Ausbildung oder zur Erwerbstätigkeit. Diese zusätzlichen Daten können die betroffenen Auskunftspflichtigen selbstständig mit einem Onlinefragebogen erfassen. Alle ermittelten Daten werden ausschließlich anonymisiert statistisch ausgewertet: Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über die individuellen Lebensverhältnisse oder Einstellung der Menschen zu erfahren.
 
Die gesetzlichen Grundlagen bilden eine EU-Verordnung sowie verschiedene Bundes- und Landesgesetze. Die Ergebnisse des Zensus werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2023 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht und stehen allen Interessierten zur Verfügung.
 
Weitere Informationen zum Zensus unter www.zensus2022.de.