Wie man viel Abfall im Alltag vermeiden kann 30  |  15.04.2021 08:00

Jeder Haushalt kann ohne Probleme dazu beitragen: Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim gibt hilfreiche und auch im Alltag leicht umsetzbare Tipps zur Abfallvermeidung.

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LEER, ABER VOLLER GIFTIGER STOFFE: Ausgebrauchte Batterien sind ein wahres Füllhorn an Schadstoffen. Wiederverwertbare Akkus sind zwar etwas teurer, können aber immer wieder verwendet werden und schonen langfristig nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Foto: Archiv/Neue Woche

LEER, ABER VOLLER GIFTIGER STOFFE: Ausgebrauchte Batterien sind ein wahres Füllhorn an Schadstoffen. Wiederverwertbare Akkus sind zwar etwas teurer, können aber immer wieder verwendet werden und schonen langfristig nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Foto: Archiv/Neue Woche

Foto: Archiv/Neue Woche

Der Themenkreis Abfall, Entsorgung, Recycling und Schonung von Ressourcen wird immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Wie so oft, können Verbesserungen auch im Kleinen bewirkt werden – in den Haushalten.
 

  • Feste feiern ohne Reste: Verzichten Sie auf Einweggeschirr und leihen Sie sich mal ein Fass für den Bierausschank. Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb verleiht auch einzelne Geschirrsätze - oder gleich ein komplettes Geschirrmobil für die Familienfeier.

 

  • Alte Handys verkaufen, verschenken oder fachgerecht entsorgen: Neue Handymodelle kommen laufend auf den Markt, genutzt werden sie gerade mal etwa 18 Monate. Nutzen Sie ihr Handy so lange als möglich, und verkaufen oder verschenken Sie ihr altes Modell, wenn Sie auf ein neues Modell wechseln. Falls Sie das Handy aber entsorgen, alle Daten löschen und dann zu einem der Wertstoff-Zentren im Landkreis bringen, damit die enthaltenen Rohstoffe wiederverwendet und die Schadstoffe fachgerecht entsorgt werden können.

 

  • Einwegartikel: Verzichten Sie auf Einwegartikel wie Feuerzeuge, Kugelschreiber oder Einwegrasierer.

 

  • Blauer Engel: Kaufen Sie gezielt umweltfreundliche Produkte, die mit dem Blauen Umweltengel ausgezeichnet sind. Greifen Sie nach Recycling-Produkten aus Altstoffen wie Altpapier, das eine gute Alternative zu Frischfaserpapier ist. Bei Möbeln und Holzprodukten ist auch das FSC Label empfehlenswert. FSC steht für „Forest Stewardship Council“ und ist ein internationales Zertifizierungssystem für Waldwirtschaft. Tipp: Drucken Sie Dokumente nur aus, wenn dies auch nötig ist und dann beidseitig. Meist genügt es, Dokumente zu speichern.

 

  • Batterien ersetzen mit Akkus: Die sind zwar teurer, halten aber länger. Damit wird weniger schadstoffhaltiger Abfall produziert und langfristig Geld gespart. Gewinner sind Geldbeutel und Umwelt.

 

  • Brotbox statt Alufolie: Verzichten Sie auf Alufolie oder Plastiktütchen. In Schule, Büro und im Urlaub sind Vesperboxen sowohl praktisch als auch umweltfreundlich, denn sie können immer wieder verwendet werden.

 

  • Getränke: Wenn möglich, kaufen Sie bevorzugt Mehrwegflaschen – egal, ob aus Kunststoff (PET) oder aus Glas; am besten von regionalen Abfüllern, da sich bei standardisierten Mehrwegsystemen hohe Umlaufraten und kurze Entfernungen zwischen Händler und Abfüller positiv auf die Ökobilanz auswirken. Und: Lassen Sie Dosen und Einwegflaschen aus Glas im Supermarktregal stehen.

 

  • Einkauf: Geben Sie der Plastiktüte einen Korb. Nehmen Sie stattdessen eigene Stofftasche, -netze oder -beutel zum Einkaufen mit. Auch ein Rucksack ist praktisch.

 

  • Internet-Gebrauchtbörse: Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb hat eine Internet-Gebrauchtbörse eingerichtet. So soll vermieden werden, dass funktionierende Geräte und gut erhaltene Artikel weggeworfen werden. Alle Einwohner des Landkreises haben so die Gelegenheit, verschiedenste Gegenstände per Inserat samt Foto zu veröffentlichen und zu verschenken - oder nach bestimmten Artikeln zu suchen.

 

  • Selbst kompostieren: Wer selbst kompostiert, leistet einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Pflanzliche Abfälle aus Haus und Garten werden in den Naturkreislauf zurückgeführt, wertvolle Ressourcen werden geschont, Abfalltransporte entfallen, und der natürliche Humus sorgt für eine gute Ernte im eigenen Garten. Zugleich wird auch der wertvolle Rohstoff Torf ebenso geschont wie die Umwelt.

 

  • Reparieren statt wegwerfen: Bringen Sie Ihre defekten Geräte zum Repair-Café der AWO in Schnaitheim - dort zeigen Bastler kostenlos, was geht. Werkzeug, Nähmaschinen und andere Materialien gibt’s vor Ort, um die Sachen selbst zu reparieren. Achten Sie bereits beim Kauf darauf, dass die Geräte reparaturfreundlich und langlebig sind.

 

  • Verpackungen: Verpacken Sie Brote und Obst in Vesperboxen. Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb verteilt seit Jahren an alle Erstklässler kostenlos Vesperboxen, um auf diesem Weg auf abfallarme Verpackungsalternativen aufmerksam zu machen. Gerade bei Miniportionsverpackungen wie Kaffeesahne, Honig oder Marmelade steht der Verpackungsaufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Inhalt. Nachfüllpackungen und Konzentrate sind zumeist deutlich günstiger im Einkauf und vermeiden Abfälle.

 

  • Papier ist nicht Papier: Bei kurzlebigen Produkten wie Taschentüchern oder Toilettenpapier immer Recyclingpapier den Vorzug geben. Und statt Geschenkpapier, das zumeist nur einmal verwendet wird, gibt’s als Alternative nette Geschenksäckchen, wie sie etwa von den Beschäftigten der Lebenshilfe Heidenheim genäht werden - in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Motiven. Je öfter die Geschenksäckchen dann verwendet werden, desto besser für die Umwelt.

 
Nähere Informationen gibt‘s unter www.abfall-hdh.de.
 
pm