Sicherheitstipps rund um Spielgeräte im eigenen Garten 12  |  07.04.2021 11:00

Nach dem langen Winter zieht es Familien zum Spielen in den eigenen Garten: Wippe, Schaukel, Rutsche oder Trampolin bieten den Kindern eine Menge - wenn sie richtig aufgebaut und abgesichert sind.

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DAS MACHT SO RICHTIG LAUNE: Damit der Spaß mit Schaukel, Wippe, Rutsche und Co. aber nicht durch Verletzungen getrübt wird, gibt die Dekra wichtige Tipps für die Sicherheit.

DAS MACHT SO RICHTIG LAUNE: Damit der Spaß mit Schaukel, Wippe, Rutsche und Co. aber nicht durch Verletzungen getrübt wird, gibt die Dekra wichtige Tipps für die Sicherheit.

Foto: stock.adobe.com/famveldman

Damit die Freizeit mit eigenen Geräten zu einem ungetrübten Vergnügen wird, haben die Experten der Dekra DEKRA die wichtigsten Sicherheitstipps rund um die eigenen Spielgeräte draußen zusammengestellt, denn: „An Spielgeräten kann es leicht und häufig zu Verletzungen oder Unfällen kommen, wenn Standsicherheit, Stoßdämpfung des Bodens oder Pflege zu wenig beachtet werden“, warnt Experte Daniel Marx. „Wichtig sind gute Planung, Sorgfalt beim Aufbau und verständliche Verhaltensregeln für die Kinder, um Unfall- und Verletzungsgefahren gering zu halten.“
 
GS-Zeichen gibt Sicherheit
Eine Orientierungshilfe bei der Produktauswahl geben neben Tests die gängigen Prüf-Label. Aktivitätsspielzeug wie Rutsche, Schaukel, Kletterturm, Trampolin & Co. muss laut Spielzeugverordnung mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet sein - damit dokumentiert der Hersteller, dass das Produkt die gesetzlichen Mindestanforderungen einhält und das Gerät die Sicherheit oder Gesundheit der Benutzer nicht gefährdet. Zusätzliche Sicherheit gibt das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“, bei dem eine Zertifizierungsstelle wie die Dekra die Einhaltung dieser Anforderungen und zusätzlich im Jahresrhythmus die Fertigung überwacht.
 
Bedienungsanleitung lesen
Beim Aufbau eines Gerätes sind schon aus Haftungsgründen die Hinweise der Bedienungsanleitung zu beachten. Die Tipps von Spielzeug-Fachmann Marx: „Folgen Sie unbedingt der angegebenen Reihenfolge und arbeiten Sie sorgfältig. Stress führt leicht zu Fehlern. Viele Aufbauarbeiten gehen mit guter Vorbereitung, dem richtigen Werkzeug und einem Helfer leichter und zuverlässiger von der Hand.“
 
Spielgeräte richtig verankern
Wippe, Schaukel & Co. dürfen nicht wackeln oder kippeln, sonst werden sie zum Risiko. Daher ist eine sichere und feste Verankerung im Boden unerlässlich, etwa durch Bodenanker, Betonfundament oder Einschlaghülsen, jeweils gemäß der Aufbauanleitung.
 
An die „Knautschzone“ denken
Ebenso wichtig ist ein nachgiebiger Bodenbelag mit stoßdämpfenden Eigenschaften unter und neben dem Gerät, sonst können sich die Kinder bei einem Sprung oder Sturz verletzen. Als Material eignen sich feinkörniger Sand, Roll-Kies oder ganz besonders Rindenmulch. Auch Fallschutzmatten können die Funktion der „Knautschzone“ übernehmen, etwa am Auslauf einer Rutsche oder unter der Reckstange.
 
Immer schön Abstand halten
Im Eifer des Gefechts kann es schnell zu Kollisionen kommen, wenn das Gerät in zu geringem Abstand zu Gartenzaun, Regentonne oder Hecke aufgestellt wird. „Angaben zum Abstand zu anderen Geräten und Einrichtungen sind in der Aufbauanleitung zu finden. Besonders bei beweglichen Geräten sind diese sehr wichtig“, ergänzt Spielzeugprüfer Marx. Wegen der Verletzungsgefahr dürfen sich im Fallbereich keine festen Gegenstände befinden, beispielsweise Fahrräder, Roller, Skateboards oder gar Gartengeräte.
 
Kindgerechtes Umfeld im Garten
Auch das Umfeld der Spielgeräte selbst sollte immer kindgerecht gestaltet sein. Dazu heißt es, den Garten zur Straße hin abzusichern, eventuelle Steckdosen mit Kindersicherung zu versehen, Pflanzenschutzmittel unzugänglich zu verschließen und auf giftige Pflanzen zu verzichten. Gartenteich und Regentonne müssen so sicher sein, dass Kinder nicht hineinfallen können.
 
Auf Gefahren hinweisen
Selbst wenn es Kinder nicht erwarten können, das neue Spielgerät endlich nutzen zu dürfen, sollten die Verantwortlichen vor der Freigabe prüfen, ob es stabil steht und alle Verbindungen festsitzen. Darüber hinaus ist es ratsam, Kinder auf Gefahren am jeweiligen Gerät hinzuweisen: Zum Beispiel dürfen sie nicht mit Fahrradhelm oder Schlüsselband um den Hals aufs Klettergerät – es droht Strangulation. Weiter ist daran zu denken, dass die Altersgrenzen eingehalten. Und, eigentlich ganz selbstverständlich: Dass die Geräte bestimmungsgemäß genutzt werden.
 
PM/Dekra