Respekt und Rücksicht an den Ruhestätten

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Friedhöfe und Urnengrabanlagen ermöglichen den Hinterbliebenen Andacht und das Erinnern an Verstorbene. Nicht jeder hält sich aber an die Regeln.

Bilder
BLUMEN GEHÖREN AUF EINEN FRIEDHOF: Aber zum Beispiel das Anbringen von Gegenständen jeglicher Art an Kolumbarien wie in unserem Bild, aber auch an Bäumen ist verboten.

BLUMEN GEHÖREN AUF EINEN FRIEDHOF: Aber zum Beispiel das Anbringen von Gegenständen jeglicher Art an Kolumbarien wie in unserem Bild, aber auch an Bäumen ist verboten.

Foto: Christian Thumm

Damit das für alle Grab- und Urnenbesitzer in Würde geschieht, hat der Heidenheimer Gemeinderat in Abstimmung mit der Verwaltung eine Friedhofssatzung verfügt, die zuletzt im Dezember 2019 geändert wurde. Sie bietet Regeln zum Erscheinungsbild der letzten Ruhestätten und gewährleistet zugleich einen sicheren Zugang für Besucher und die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung zu den Gräbern.
 
Aus gegebenem Anlass weist die Friedhofsverwaltung der Stadt Heidenheim auf folgende Vorgaben hin:
 
- Das Abstellen von Kerzen, Grablichtern, Blumen und sonstigen Gegenständen im Bestattungswald sowie bei Hangurnengräbern, bei Rasen- und Urnenrasengräbern ist verboten
- Das Abstellen von Grablichtern, Blumen und sonstigen Gegenständen bei Urnengemeinschaftsgrabanlagen ist nur auf den dafür vorgesehenen Flächen erlaubt
- An den Kolumbarien (Urnenwänden) ist das Anbringen von Gegenständen jeglicher Art an den Nischen/Verschlussplatten sowie sonstige optische Veränderungen nicht erlaubt
- An den Bäumen des Friedhofes ist das Anbringen oder Befestigen von Gegenständen jeglicher Art sowie sonstige optische Veränderungen nicht erlaubt
- Das Aufstellen von Kerzen, Grablichtern und Laternen in unmittelbarer Nähe der oben genannten Anlagen ist generell verboten
- Das Ausbringen von Splitt oder Kies ist außerhalb der Grabstätten nicht erlaubt
- Das Aufstellen von Stühlen, Bänken oder Wetterschutzvorrichtungen ist außerhalb der Grabstätten nicht gestattet
- Hinter den Grabstätten darf nichts abgelegt werden
 
Diese Vorgaben gelten für alle gleichermaßen und lassen sich begründen. Beispielsweise stellen Kerzen im Bestattungswald eine enorme Brandgefahr dar. Abgelegte oder an Gräber angebrachte Gegenstände können sich witterungsbedingt lösen und für andere Besucher wie auch für die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung Verletzungsgefahr bei den Pflegearbeiten darstellen.
 
Außerdem soll ein Bestattungswald auch Wald sein und als solcher naturbelassen und frei von Gegenständen bleiben, die sich witterungsbedingt in Müll verwandeln.
 
Die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung haben das Recht und sind verpflichtet, Verstößen nachzugehen und gegebenenfalls Gegenstände zu entfernen. PM/Stadt Heidenheim