NABU startet Hauptwahl zum Vogel des Jahres 46  |  17.01.2021 09:00

Unter www.vogeldesjahres.de stehen ab Montag, 18. Januar, zehn Kandidaten zur Auswahl.

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Auch der Eisvogel ist unter den zehn Finalisten.

Auch der Eisvogel ist unter den zehn Finalisten.

Foto: stock.adobe.com/Rolf Müller

Am kommenden Montag fällt der Startschuss für die heiße Phase der ersten öffentlichen Wahl zum "Vogel des Jahres 2021". Der Naturschutzbund Baden-Württemberg ruft alle Vogelfreundinnen und -freunde im Südwesten auf, ab dem 18. Januar bei der bundesweiten Wahl dabei zu sein.
 
 "Stimmen Sie unter den zehn Finalisten für Ihren Favoriten ab. Bis zum 19. März können alle Menschen in Deutschland entscheiden, ob Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz oder Rauchschwalbe das Rennen um den Spitzenplatz gewinnt", sagt NABU-Ornithologe Stefan Bosch.
 
Unter www.vogeldesjahres.desind die Vögel mit eigenem Wahlprogramm und Wahlforderungen dargestellt, um für den Schutz ihrer Art zu werben. Wer die meisten Stimmen bekommt, wird kurz vor Frühlingsanfang zum "Vogel des Jahres 2021" gekürt.
 
Bunte Vogelschar: Häufige Gartenvögel und seltene Feldvögel
Der NABU rechnet mit einem spannenden und harten Wahlkampf. Unter den zehn Kandidaten sind seltene und gefährdete Arten wie Goldregenpfeifer oder Kiebitz, aber auch wohlbekannte Vögel wie Blaumeise und Stadttaube. "Je mehr Menschen sich an der Wahl beteiligen, desto mehr rückt unsere heimische Vogelwelt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit - mit all ihrer Faszination, aber auch mit ihrer Gefährdung", wirbt Bosch zum Mitmachen. Die Top Ten ist aus der Vorwahlphase zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember hervorgegangen. Fast 130.000 Menschen wählten die zehn Vögel aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvogelarten aus. Mehr als 2.500 Wahlkampfteams hatten sich zusammengetan und deutschlandweit, vor allem im Internet, für ihre Kandidaten geworben.
 
Wahlkampf um die Spitze mit beliebten Gartenvögeln und seltenen Agrarvögeln
Unter den Nominierten finden sich in Baden-Württemberg vier Arten der Roten Liste: Am schlechtesten geht es dem Kiebitz, der vom Aussterben bedroht ist. Feldlerche und Rauchschwalbe sind gefährdet und der Eisvogel steht auf der Vorwarnliste. Die anderen fünf Arten gelten als ungefährdet, der Goldregenpfeifer brütet aktuell nicht mehr in Deutschland. Sieben Finalisten waren bereits einmal - im Fall von Feldlerche und Eisvogel sogar schon zweimal - Vogel des Jahres. Chancen auf ihren ersten Titel haben Stadttaube, Amsel und Blaumeise. Auch in der anstehenden heißen Hauptwahl-Phase können sich wieder Wahlkampfteams bilden. Die drei Wahlkampfteams, die in Vor- und Hauptwahl die meisten Stimmen gesammelt haben, werden prämiert.
 
Der "Vogel des Jahres" wird seit 1971 durch ein Gremium aus Vertretern von NABU und dem LBV gekürt. Zum 50. Jubiläum der Aktion können nun erstmals alle Menschen in Deutschland die Wahl selbst in die Hand nehmen.
 
pm/Nabu