NABU-Insektensommer: Das große Krabbeln im Südwesten startet

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Das große Krabbeln startet wieder: Der NABU ruft dazu auf, eine Stunde lang Sechsbeiner zu beobachten und zu zählen. Die NABU-Mitmachaktion "Insektensommer" findet zum vierten Mal statt, vom 4. bis 13. Juni und vom 6. bis 15. August.

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WAS KRABBELT DENN DA: Die erste Runde beim Nabu-„Insektensommer“ geht noch bis zum kommenden Sonntag, 13. Juni, die zweite steht vom von 6. bis zum 15. August an.

WAS KRABBELT DENN DA: Die erste Runde beim Nabu-„Insektensommer“ geht noch bis zum kommenden Sonntag, 13. Juni, die zweite steht vom von 6. bis zum 15. August an.

Foto: Nabu/Michael Sieber

Große Käferparade im Garten: gepunktete Marienkäfer und goldene Rosenkäfer
Käfer sind die artenreichste Insektengruppe mit über 6.000 Arten bundesweit. Darunter sind schillernde Exemplare wie der Rosenkäfer, dessen Larven oft in Komposthaufen zu finden sind, und bekannte wie der Marienkäfer, von dem es auch wieder 70 Unterarten gibt. "Häufig entdecken wir den heimischen Siebenpunktmarienkäfer in unseren Gärten, wo er Blattläuse vertilgt. Er ist ein Glückbringer für alle Gärtnerinnen und Gärtner", sagt Felicitas Rechtenwald, Artenschutzreferentin beim NABU Baden-Württemberg. Oft sieht man auch den vor wenigen Jahrzehnten eingeschleppten Asiatischen Marienkäfer. Auch wie weit sich diese Art verbreitet hat, soll die Mitmachaktion Insektensommer zeigen.
 
Auf die Plätze, fertig … zählen
Beobachten und zählen kann jede und jeder an allen möglichen Orten - gleich ob Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll dabei nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang, die Beobachtungen meldet man einfach per Online-Formular auf www.insektensommer.de oder per kostenloser Web-App "NABU Insektensommer".
 
Sieben häufige Arten im Fokus: Steinhummel bis Admiral
Jeder gesichtete Sechsbeiner zählt. Jetzt im Frühsommer soll dabei auf einige häufig vorkommende Arten besonders geachtet werden: Steinhummel, Florfliege, Hainschwebfliege, Tagpfauenauge, Lederwanze, Blutzikade und Admiral. Beim Bestimmen hilft der NABU-Insektentrainer, den es unter www.insektentrainer.de zum Download gibt. Wer sich bei der Art nicht sicher ist, kann auch die Insektengruppe nennen, wie Schmetterling oder Käfer. Hierbei hilft der Bestimmungsschlüssel im Insektentrainer weiter. "Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet", rät Rechtenwald. "Eine Erkundungstour in die Insektenwelt ist schon auf kleinstem Raum möglich, etwa mit einem Blick in oder unter Blumentöpfe auf dem Balkon."
 
Studien zeigen, dass die Insektenbestände in Deutschland deutlich zurückgehen. Wissenschaftliche Zählungen wandernder Insekten von der Schwäbischen Alb belegen den dramatischen Insektenschwund von bis zu 97 Prozent in nur 50 Jahren. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und eine ausgeräumte Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie unter anderem zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei.
 
Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum vierten Mal statt. Im vergangenen Jahr kamen von fast 16.000 Teilnehmenden bei beiden Zählungen erstmals knapp 10.000 Meldungen bundesweit zu Sechsbeinern zusammen.
 
Mehr Informationen:www.insektensommer.de
 
Kinder entdecken neugierig die Welt und lernen die Natur unvoreingenommen kennen. Der NABU lädt Familien und Kinder ein, in die Vielfalt der Insektenwelt einzutauchen - mit der neu gestalteten Kinderseite: www.NABU.de/insekten-kinder
 
Auch bei der Kinder- und Jugendorganisation des NABU, der NAJU, gibt es für Kinder tolle Insektenprojekte zu entdecken: www.NAJU.de/insektenwelt
 
pm/nabu