Mülltrennung: Was gehört in den Gelben Sack? 36  |  30.03.2021 13:00

Mit richtiger Mülltrennung kann man die Umwelt schonen. Zudem können Fehlwürfe zur Gefahr für die Mitarbeiter der Entsorgungsunternehmen werden. Was man bei der Müllentsorgung im Gelben Sack deshalb beachten sollte:

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BESONDERS HÄUFIGE MÜLLSÜNDEN: Abfälle wie Windeln, CDs, Batterien, Glühbirnen und dergleichen mehr gehören nicht in den Gelben Sack. Teilweise behindern Fehlwürfe nicht nur das Recycling, sie gefährden sogar die Mitarbeiter im Entsorgungszentrum.

BESONDERS HÄUFIGE MÜLLSÜNDEN: Abfälle wie Windeln, CDs, Batterien, Glühbirnen und dergleichen mehr gehören nicht in den Gelben Sack. Teilweise behindern Fehlwürfe nicht nur das Recycling, sie gefährden sogar die Mitarbeiter im Entsorgungszentrum.

Foto: Initiative Mülltrennung wirkt/Steffen Jagenburg

Zu den beliebtesten Müllsünden im Gelben Sack zählen Windeln, Feuerlöscher, Batterien und Akkus, Video- und Audiokassetten sowie Schwimm- oder Planschbecken.
 
„Solche Fehlwürfe bereiten große Schwierigkeiten. Sie müssen nicht nur aussortiert und gesondert entsorgt werden, sie können auch das Recycling der richtig entsorgten Verpackungen erheblich behindern“, erklärt Axel Subklew, Experte für Abfallentsorgung bei der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Windeln und Essensreste verunreinigen den Verpackungsabfall und erschweren die maschinelle Sortierung der Wertstoffe erheblich.“
 
Feuer und Infektionen: Wenn der Fehlwurf zur Gefahr wird
Akkus und Batterien im Gelben Sack schaden nicht nur der Umwelt, sie können für die Mitarbeiter der Entsorgungsunternehmen gefährlich werden. Das gilt vor allem für Lithium-Batterien und -Akkus, die häufig für Laptops und Smartphones oder in Form von Knopfzellen verwendet werden. Sind diese in der Sortieranlage oder im Entsorgungs-LKW Druck ausgesetzt, besteht Brandgefahr. Deshalb müssen sämtliche Batterien und Akkus bei geeigneten Sammelstellen im Handel oder der kommunalen Abfallentsorgung abgegeben werden.
 
Eine weitere Gefahrenquelle sind Einweg-Spritzen mit Nadeln. Hier besteht nicht nur ein Infektionsrisiko, sondern auch Verletzungsgefahr für Menschen, die mit dem Abfall in Berührung kommen. Daher gilt für Privathaushalte: Spritzen, besonders solche ohne automatischen Sicherheitsverschluss, in einem wiederverschließbaren Behälter sammeln und sicher im Restmüll entsorgen, sodass sich niemand an der Nadelspitze verletzen kann – der Gelbe Sack ist tabu.
 
Auch die derzeit obligatorischen Atemschutzmasken gehören nach Gebrauch nicht in den Gelben Sack, da sie potenziell infektiös sind. Sie dürfen jedoch ebenfalls - sicher verpackt in einem Plastikbeutel - im Restmüll entsorgt werden. Das gilt auch für Einweghandschuhe.
 
Was gehört nun eigentlich in den Gelben Sack?
In den Gelben Sack gehören ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Neben Kunststoffen dürfen also auch Verpackungen aus Weißblech und Aluminium oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons in die gelben Sammelbehältnisse. Wichtig: Die Verpackungen sollten wirklich leer sein. Ausspülen ist allerdings nicht nötig, löffelrein reicht in diesem Fall völlig aus.
 
Glasverpackungen gehören nach Farben sortiert in die entsprechenden Glascontainer, Verpackungen aus Papier, Pappe oder Karton ins Altpapier.
 
Mit richtiger Mülltrennung kann jeder die Umwelt schonen
Wer Verpackungen und Restmüll richtig trennt, trägt effektiv zum Klima- und Umweltschutz bei. Durch das Recycling der gesammelten Verpackungen können Primärrohstoffe eingespart werden; mehr noch: Mit Recycling schonen wir auch unser Klima. Das Öko-Institut in Freiburg hat berechnet, dass durch das Recycling von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, Glas sowie Papier, Pappe und Karton in Deutschland jährlich rund 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das entspricht den Emissionen einer Stadt in der Größe von Bonn im gleichen Zeitraum.
 
pm/IMW