Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim wird konkreter 16  |  22.02.2021 12:00

Die Partner des Mobilitätspaktes werten die Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern aus und entwickeln Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität.

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638 Anregungen und Wünsche für ein leistungsfähigeres Verkehrssystem wurden über die Bürgerbeteiligung auf der Website des Mobilitätspaktes eingebracht. Die Anregungen werden nun ausgewertet.

638 Anregungen und Wünsche für ein leistungsfähigeres Verkehrssystem wurden über die Bürgerbeteiligung auf der Website des Mobilitätspaktes eingebracht. Die Anregungen werden nun ausgewertet.

Foto: stock.adobe.com/connel_design

Nach der formellen Unterzeichnung des Mobilitätspakts Aalen-Heidenheim am 30. Oktober 2020 haben im Zeitraum bis zum 3. Januar 2021 Bürgerinnen und Bürger 638 Anregungen und Wünsche für ein leistungsfähigeres Verkehrssystem über die Bürgerbeteiligung auf der Website des Mobilitätspaktes eingebracht. Ihre Anregungen werden nun ausgewertet. Sie sind auf der Online-Karte zur Ansicht freigegeben.
 

250 Anregungen betreffen den Rad- und Fußverkehr. Neben konkreten verbesserungswürdigen Situationen und Wegführungen thematisierten Ideengeber sehr häufig durchgängige, komfortabel befahrbare Radwege. Etwa zwischen Aalen und Heidenheim, Härtsfeld Richtung Kocher-/ Brenztal oder von Essingen Richtung Oberkochen.
 
177 Beiträge gingen zu öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Neben der Brenzbahn ging es dabei um verlässlichen, komfortablen und attraktiven öffentlichen Verkehr. Die Anregungen betreffen Fahrplan- und Tarifgestaltung, optimierte Buslinien und Zuganschlüsse, digitale Fahrgastinformation mit Echtzeitdaten und eine Ausweitung des eTicketing.
 
Dem Themenfeld Straßenverkehr lassen sich 115 Anregungen zuordnen. Konkrete Maßnahmen, Ansätze zur Verkehrsverlagerung und der Verbesserung des Verkehrsflusses und zu Innovation und Vernetzung wurden benannt. Letzteres entweder physisch durch multimodale Knoten für bessere Umsteigemöglichkeiten oder digital in Form von Mobilitäts-Apps. Viele Anregungen geschahen zum Ausbau zukunftsfähiger Geschäftsfelder und innovativer Mobilitätsformen wie Sharing-Modellen, Mitfahrplattformen, Seilbahnen oder flexiblen On-Demand-Verkehren. Das betriebliche Mobilitätsmanagement soll nach Ansicht der Bürgerinnen ebenfalls verbessert werden.
 
Die Auswertung der Anregungen erfolgt insechs thematischen Arbeitsgruppen: Rad- und Fußverkehr, Schieneninfrastruktur, ÖPNV ohne Schiene, motorisierter Individualverkehr, betriebliches Mobilitätsmanagement sowie Innovation und Vernetzung. Ziel ist es, bis zur Jahresmitte einen abgestimmten Maßnahmenkatalog vorlegen zu können.
 
Die Projektwebsite unter www.aa-hdh.mobilitaetspakt-bw.dewird dabei fortlaufend aktualisiert und steht als Informationsplattform zur Verfügung. Darüber hinaus wird derzeit abgestimmt, wie Bürgerschaft und Interessensgruppen in den weiteren Prozess eingebunden werden.
 
Fortschritte lassen sich bereits bei den in der Gründungserklärung definierten Projekten AGFK-Beitritt und Brenzbahn verzeichnen. In seiner Sitzung am 2. Februar 2021 hat der Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung im Kreistag des Ostalbkreises den Beitritt zur AGFK-BW einstimmig beschlossen und damit der wei-teren Förderung des Radverkehrs im Ostalbkreis fraktionsübergreifend den Rücken gestärkt. Der Landkreis Heidenheim konnte bereits im August vergangenen Jahres als 80. Mitglied der AGFK-BW begrüßt werden, sodass die beiden Landkreise nun auch das Thema Radverkehrsausbau gemeinsam vorantreiben können.
 
Zum Ausbau der Brenzbahn fand am 20. Januar 2021 ein Spitzengespräch mit Verkehrsminister Winfried Hermann, den Landräten Peter Polta und Dr. Joachim Bläse dem Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter sowie dem Landtagsabgeordneten Winfried Mack statt. Hierbei ging es vor allem darum, die weiteren Schritte für eine erfolgreiche Anmeldung des Gesamtprojekts im GVFG-Bundesprogramm voranzutreiben.
 pm/Regierungspräsidium Stuttgart