Mit dem Rad von Krater zu Krater 43  |  08.04.2021 14:40

Auf der Schwäbischen Alb erleben Zweirad-Fans Natur und Geschichte auf einsamen Wegen. Auf dem Krater-zu-Krater-Radweg lernt man herrliche Landschaften und Erdgeschichte gleichermaßen kennen.

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Liebhaber von Reisen und Ausflügen in die Natur hatten es in den vergangenen Monaten nicht leicht; wie schön, dass sie nun langsam wieder über den Tellerrand schauen und ihrer Leidenschaft in wunderschönen Regionen frönen können – zum Beispiel auf einem Radweg der besonderen Art.
 
Auf der Schwäbischen Alb führt die gleichnamige Tour im wahrsten Sinne von „Krater zu Krater“. Denn hier werden zwei Meteoritenkrater durch einen Radweg verbunden - das Nördlinger Ries und das Steinheimer Becken.
 
Die etwa 130 Kilometer lange Rundtour gliedert sich in zwei Etappen. Die Menschen im Kreis Heidenheim wissen selbst am besten, wo sie einsteigen wollen, für alle auswärtigen Besucher starten wir ausnahmsweise in Nördlingen.
 
Von dort aus passieren die Radfahrer eine Vielzahl interessanter Ortschaften und entdecken die ursprüngliche Kulturlandschaft der Schwäbischen Ostalb. Ist erstmal der westliche Riesrand erklommen, geht es vorbei an der markanten Erhebung des Ipf – einem sogenannten Zeugenberg mit frühkeltischem Fürstensitz bei Bopfingen. Über offene Hochflächen können die Aktiverholer ihre Blicke schweifen lassen, bevor es später in einer rasanten Abfahrt hinunter geht nach Oberkochen und zur Europäischen Wasserscheide zwischen Kocher und Brenz.
 
Nach einem weiteren Anstieg ist nach 63 Kilometern das Zwischenziel, der Kraterrand des Steinheimer Beckens, erreicht. In einzigartiger Weise wird hier der Meteoriteneinschlag von vor rund 15 Millionen Jahren erlebbar gemacht.
 
Der Besuch des Meteorkrater-Museums in Sontheim/Stubental ist ein Muss auf der Tour. Welche Auswirkungen hatte die Katastrophe auf und unter der Erde? Diese und weitere Fragen werden eindrucksvoll beantwortet.
 
Nach einer Übernachtung in Steinheim, das mitten im Krater liegt, geht es auf 67 Kilometern zurück nach Nördlingen. Der Beschilderung „Von Krater zu Krater“ folgend führt die Radtour übers Brenztal hinweg sanft hinauf aufs Härtsfeld.
 
Entlang schattiger Wälder und schöner Täler kommen die Radler nach Neresheim mit seiner prachtvollen Klosterkirche. Hier sollte auf jeden Fall eine Pause eingelegt werden, bevor es nochmal anstrengend wird auf dem Weg zum Kraterrand.
 
HLC