Masken und Schnelltests gehören in die Restmülltonne

lis 48

Vermüllung nimmt zu: Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim bittet die Bürger, Abfall nicht in der Natur zu entsorgen.

Bilder
LEIDER KEIN SELTENER ANBLICK: Getragene Schutzmasken werden einfach achtlos weggeschmissen. Dabei gehören sie in den Restmüll und nicht in die Natur oder in den Straßengraben.

LEIDER KEIN SELTENER ANBLICK: Getragene Schutzmasken werden einfach achtlos weggeschmissen. Dabei gehören sie in den Restmüll und nicht in die Natur oder in den Straßengraben.

Foto: stock.adobe.com/Aleksej

„Erschreckend viel Müll wird immer wieder im Wald und in der Natur entsorgt“, teilt der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb mit. Mit der Corona-Pandemie landet nun auch Einwegmüll wie OP-Masken und Einweghandschuhe in Straßengräben oder Grünstreifen. Dabei müssen sie in der Restmülltone entsorgt werden.
 
Dorthin gehören selbstverständlich auch benutzte FFP2-Masken und Corona-Schnelltests mit allen dazugehörigen Materialien wie ausgedrückten Abstrich-Teststäbchen für zu Hause, so der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb „Diese sind als mögliche infektiöse Abfälle einzustufen, haben also in der Natur, aber auch im Gelben Sack, rein gar nichts zu suchen.“ Stattdessen sollten alle Testutensilien ausschließlich in stabilen, möglichst reißfesten, gut und dicht verschlossenen Müllsäcken oder anderen geeigneten Behältnissen über die Restmülltonne entsorgt werden.
 
Die Abfälle aus der Restmülltonne werden im Ulmer Müllheizkraftwerk thermisch verwertet. Alle möglicherweise infektiösen Abfälle werden während des Verbrennungsvorganges unschädlich gemacht.
 
Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb betont zudem, dass viele Abfälle, die gedankenlos in die Natur geworfen werden, nur sehr langsam verrotten oder biologisch gar nicht abbaubar sind. Gerade Kunststoffe werden langfristig lediglich mechanisch zerkleinert und gelangen als Mikroplastik in Böden, Gewässer und letztlich auch in die Nahrungskette.
 
50 Jahre für einen Coffee-to-go-Becher
Wird der Müll nicht entsorgt, so liegen zum Beispiel Coffee-to-go-Becher bis zu 50 Jahre in der Gegend. Dosen aus Aluminium können bis zu 200 Jahre brauchen, bis sie zerfallen. Je nach Materialzusammensetzung können dünne Plastiktüten zehn Jahre überdauern, wohingegen dickere Plastiksäcke schon mal auf 120 bis 200 Jahre kommen. Autoreifen brauchen etwa 2000 Jahre, bis sie zersetzt sind.
 
Aber auch Papiertaschentücher sind ein großes Ärgernis, da viele zwischenzeitlich waschmaschinenfest sind. Der Vorzug, dass sie beim Waschen nicht zerfallen, zeitigt den Nachteil, dass sie das in der Umwelt dann auch erst nach bis zu fünf Jahren tun.
 
PM