Maike Wagners Wort 151  |  26.05.2021 06:00

Woche für Woche richtet sich WZ-Teamleiterin Maike Wagner in ihrem Wort an die Leser.

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Foto: Privat

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde und Inserenten,
vergangene Woche erreichte mich das Schreiben der Stadt Heidenheim in Bezug auf ein neues Computer-Programm welches vorsieht, Familiennachrichten uns nicht mehr zukommen zu lassen.
Familiennachrichten die wir seit 20 Jahren in der Wochenzeitung präsentieren! Aus unserer Sicht, ein sehr wichtiger kommunaler Lesestoff. Denn es zählt, wenn einer Gesellschaft ein Mensch geboren wird zu den freudigen Ereignissen, wenn sich Menschen trauen zu den freudigen Ereignissen und wenn liebe Menschen von uns gehen zu den gesellschaftlichen Themen wo wir Kraft und Halt brauchen und ein gutes Miteinander. Genau aus diesem Grund bitte ich sie heute Uns ihre Familiennachrichten zukommen zu lassen.
Sie können das gerne an meine E-Mail schicken maike.wagner@hz.de, mit der Bitte um Veröffentlichung.
Ich habe natürlich beim Amt nachgefragt warum das so ist und bekam die Antwort, die Agentur, die uns das Computer-Programm macht hat halt dies nicht mehr vorgesehen.
Warum werden die Veröffentlichungslisten nicht mehr angeboten? Konkret steht es im Wortlaut so: Es gehört nicht zu den standesamtlichen Aufgaben, der Presse die Namen der Personen mitzuteilen, die die Ehe geschlossen haben, Eltern geworden oder gestorben sind. Das Einverständnis der Beteiligten, abgegeben ohne eine konkrete Unterrichtung über die mögliche Verwendung der Daten für eine Veröffentlichung in der Presse, entspricht nicht den Anforderungen des Datenschutzgesetzes und der EU-Datenschutzgrundverordnung.
Da viele Kommunen die Veröffentlichung von Eheschließungen, Geburten und Sterbefällen bereits auf eigene Initiative eingestellt haben, wird diese Funktion nun auch nicht mehr angeboten. Ich bin schon der Meinung dass Datenschutz ein sehr wichtiges Thema ist. Aber genau das hat aus meiner Sicht mit Datenschutz nichts zu tun sondern mit dem Problem einer sich immer mehr anonymisierenden Gesellschaft, die gerade jetzt auch in der Pandemie so dringend ein Feedback braucht.
Hier den Medien die Tür zuzuschlagen, ist nicht nachvollziehbar, denn ein kleines Häkchen in der Software hätte gereicht. Lassen wir uns also nicht den Mut nehmen unsere positiven sowie auch die traurigen Nachrichten zu veröffentlichen.
Ich freue mich auf Ihr Feedback. Meine E-Mail-Adresse ist 24/7 erreichbar, meine Handynummer ist 01751601590. Sie können dort auch gerne auf die Mailbox sprechen.
Der Postweg ist natürlich auch möglich Wochenzeitung Heidenheim Olga Straße 1589 518 Heidenheim an der Brenz.