Kuschelige Winterquartiere für Igel 33  |  25.10.2020 17:00

Igel verbringen ihren Winterschlaf gerne in unseren Gärten. Eine naturnahe Gestaltung und etwas Unordnung helfen den Stacheltieren schon sehr.

Bilder

Igel brauchen verschiedene Lebensräume, um gut durchs Jahr zu kommen: Wiesen, Feldraine und Gebüsche, aber auch Laubhaufen und Totholz beherbergen viele Leckerbissen und bieten dem sympathischen Stacheltier eine kuschelige Höhle, gerade in der kalten Jahreszeit.
 
Da es auf Feldern und Wiesen davon jedoch immer weniger gibt, ist es für den Igel schwierig, bis Mitte November richtig satt zu werden und sich anschließend in Laub und Reisig für den Winter sicher einzuigeln. Dieser Mangel in der Kulturlandschaft lässt viele Igel in Gärten und Parks flüchten. Mittlerweile sind aber auch diese oft viel zu aufgeräumt, bieten zu wenig Nahrung und sind dadurch für den Igel ungeeignet.
 
Mitte November beginnt die Suche nach einem Winterquartier
Mitte November begeben sich Igel auf die Suche nach einem Winterquartier, um es sich dort für die nächsten vier bis fünf Monate gemütlich zu machen. Wie alle winterschlafenden Tiere vollbringen Igel dabei eine große Leistung. So schaffen sie es, ihre Körperfunktionen über einen langen Zeitraum fast gänzlich zurückzufahren, weshalb sie auf keinen Fall gestört werden sollten. Ein sicheres Quartier ist also enorm wichtig. Ein naturnaher Garten bietet viel Nahrung und viele geschützte Ecken.
 
So helfen wir dem Igel im Garten über den Winter:

  • Futter fürs Winterpolster: Insektenfreundliche, heimische Pflanzen, ein Totholz- oder Reisighaufen, Fallobst, ein paar Beeren oder auch ein Komposthaufen bieten ein reichhaltiges Futterangebot zum satt fressen.
  • Giftfreier Garten: Unkrautvernichter und andere Gifte nimmt der Igel über die Nahrung auf und verendet daran. Verzichten Sie deshalb auf Pestizide und nutzen Sie natürliche Alternativen.
  • Unterschlupf bieten: Hecken, Gebüsche, Steinhaufen, Trockenmauern, Laubhaufen und Unterholz bieten einen sicheren Ort zum Einigeln. Auch ein gezimmertes Igelhaus eignet sich gut als Unterschlupf. Wie man ein solches baut: einfach auf www.nabu.de im Suchfenster den Begriff „Igelhaus“ eingeben.
  • Eintritt in den Garten ermöglichen: Kleine Schlupflöcher im Gartenzaun erlauben das Wandern des Igels. So findet er den Weg zum angebotenen Quartier.
  • Bitte nicht stören: Igel wollen während des Winterschlafs nicht gestört werden. Menschen und auch Hunde sollten sich am besten fernhalten und das kleine Stacheltier ganz in Ruhe lassen.
  •  
    pm/nabu