Impfstrategie für den Landkreis Heidenheim: Kreistag bewilligt Finanzmittel zur Umsetzung

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Die Impfstrategie des Landkreises Heidenheim sieht zwei Stufen vor. Wie diese aussehen und wie Mobile Impfteams zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt werden:

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Ziel der Impfstrategie ist es, zeitnah weitere niederschwellige Impfangebote für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen in den Städten und Gemeinden im Landkreis Heidenheim zu schaffen.

Ziel der Impfstrategie ist es, zeitnah weitere niederschwellige Impfangebote für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen in den Städten und Gemeinden im Landkreis Heidenheim zu schaffen.

Foto: lovelyday12, stock.adobe.com

Der Kreistag des Landkreises Heidenheim hat einstimmig einer außerplanmäßigen Ausgabe im Zusammenhang mit der Impfstrategie für den Landkreis Heidenheim in Höhe von 400.000 Euro zugestimmt. Der Landkreis geht damit finanziell in Vorleistung, setzt aber auf eine Refinanzierung durch Bund und Land.
 
Ziel der Impfstrategie ist es, den aktuell wieder stark gestiegenen Herausforderungen der Corona-Pandemie zu begegnen und zeitnah weitere niederschwellige Impfangebote für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen in den Städten und Gemeinden zu schaffen. Die Impfstrategie des Landkreises Heidenheim sieht zwei Stufen vor. Der Wechsel zwischen den Stufen ist fließend. Die Koordination der mobilen Angebote erfolgt über das Landratsamt Heidenheim.
 
In der ersten Stufe ist geplant, zeitnah niederschwellig Impfungen in den Städten und Gemeinden durch mobile Impfteams in von Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellten Örtlichkeiten, wie zum Beispiel Gemeinde- oder Turnhallen, durchzuführen. Die dort eingesetzten mobilen Impfteams sind an einzelnen Tagen mit niedergelassenen Ärztinnen/Ärzten besetzt, die sich bereit erklärt haben, im Rahmen der mobilen Aktionen vor Ort zu unterstützen.
 
Im Anschluss an die erste Stufe soll in eine zweite Stufe übergegangen werden. Geplant ist es, in der zweiten Stufe weitere mobile Impfteams einzusetzen, die sich aus Mitarbeitenden des Landratsamts sowie ggf. Honorarkräften (Ärztinnen und Ärzte) zusammensetzen und ebenfalls niederschwellig vor Ort in Örtlichkeiten der Städte und Gemeinden - vergleichbar mit den temporären Abstrichzentren (TAZ) - als "Pop-Up-Impfmöglichkeit", stunden- oder tageweise eingesetzt werden können. Bei allen Impfangeboten der ersten und zweiten Stufe soll aktuell ausschließlich derImpfstoff von Biontech verimpft werden.
 
Landrat Peter Polta betonte die Bedeutung der Impfstrategie: "Es ist enorm wichtig, dass sich Landkreis, Städte und Gemeinden sowie die Ärzteschaft in der aktuellen Situation erneut stark aufstellen, um auch noch die letzten Meter der Pandemie gemeinsam gehen zu können. Wir benötigen jede Impfung. Und mit der aufgestellten Impfstrategie schaffen wir zeitnah sinnvolle Strukturen."
 
Zusätzlich zu den Planungen der ersten und zweiten Stufe wird der Landkreis durch ein mobiles Impfteam aus Ulm unterstützt, das, koordiniert durch den Landkreis, für mobile Impfaktionen im Landkreis Heidenheim eingesetzt werden kann, bspw. auch in Einkaufszentren. Bei den Impfaktionen des mobilen Impfteams Ulm kommen die Impfstoffe Biontech, Moderna und Johnson & Johnson zum Einsatz.
 
Landratsamt Heidenheim