Holzeinschlagsbeschränkungen durch Forstschäden-Ausgleichsgesetz 17  |  05.06.2021 16:00

Das Landratsamt Heidenheim informiert alle Waldbesitzer über Holzeinschlagsbeschränkungen durch das Forstschäden-Ausgleichsgesetz.

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In den Jahren 2018 bis 2020 sind bundesweit 177 Mio. Festmeter Schadholz angefallen und 247.000 Hektar Wiederbewaldungsflächen entstanden. Dadurch kam es zu einem Überangebot an Nadelholz und zu schwerwiegenden Marktstörungen verbunden mit einem drastischen Holzpreisverfall im letzten Jahr. Vor diesem Hintergrund wurde am 23. April 2021 auf Veranlassung besonders betroffener Bundesländer die Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Fichteneinschlags erlassen.
 
Die Verordnung sieht für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 eine Beschränkung des planmäßigen Fichteneinschlags auf 85 Prozent vor. Für nicht buchführungspflichtige Forstbetriebe des Kleinprivatwaldes ohne amtlich festgestellten Hiebssatz wird der Einschlag von frischem Fichtenholz in diesem Zeitraum auf 75 Fm je Betrieb begrenzt. Für Forstbetriebe mit Betriebsgutachten wird für den genannten Zeitraum der Einschlag auf 85 Prozent des durchschnittlichen Fichten-Einschlags der Jahre 2013 bis 2017 begrenzt.
 
Die Waldbesitzer werden trotz zwischenzeitlich deutlich besserer Vermarktungsmöglichkeiten um entsprechende Beachtung und Einhaltung der Einschlagsbeschränkung gebeten.
 
Planmäßige Einschläge ab Oktober 2021 bleiben von dieser Regelung unberührt und können wie geplant durchgeführt werden. Für Fragen steht die untere Förstbehörde des Landratsamtes Heidenheim zur Verfügung.
 
pm/Landratsamt Heidenheim