Fairtrade-Stadt: Heidenheim bleibt dabei 18  |  28.04.2021 17:00

Die Stadt Heidenheim trägt für zwei weitere Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Der Verein TransFair hat die Auszeichnung bestätigt, weil weiterhin alle Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne erfüllt sind.

Bilder
Heidenheim wird auch weiterhin Fairtrade-Stadt sein.

Heidenheim wird auch weiterhin Fairtrade-Stadt sein.

Foto: Julia Boldt

Oberbürgermeister Bernhard Ilg freut sich über die Entscheidung: „Die Bestätigung der Auszeichnung zeigt, dass wir den fairen Handel auf lokaler Ebene fördern. Wir verstehen die Rezertifizierung aber auch als Motivation und Aufforderung für unser künftiges Engagement.“

In Heidenheim gibt es bereits viele faire und regionale Waren aus der Region und der Handel ist zunehmend bereit, diese Produkte zu platzieren. In der Stadtverwaltung kommen Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Zucker und Polo-Shirts im Arbeitsalltag der Mitarbeiter bei Sitzungen, offiziellen Terminen und Empfängen zum Einsatz.
Ebenfalls gibt es Schüleraktionen an den Fairtrade-Schulen Hellenstein-Gymnasium, Schiller-Gymnasium und der kaufmännischen Schule. Als nächstes Projekt soll ein faires Beschaffungsbuch erstellt werden und faire Berufskleidung für den Bauhof, Gärtner und Hausmeister beschafft werden.
Im März 2011 hatte die Stadt Heidenheim im Gemeinderat beschlossen, sich als Fairtrade-Stadt zertifizieren zu lassen. Ebenfalls wurde ein Gemeinderatsbeschluss gegen Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit gefasst. Zeitgleich hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, um Heidenheimern die Idee des fairen Handels bewusst zu machen und im Alltag zu integrieren.
Diese Steuerungsgruppe trifft sich einmal im Halbjahr und setzt sich aus Stadtverwaltung, Gemeinderat, Zivilgesellschaft, Schulen, Kirchen und dem Verein „Eine Welt“ zusammen.
Im Oktober 2012 erhielt die Stadt Heidenheim von dem gemeinnützigen Verein TransFair erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste.
Diese fünf Kriterien sind: die Vorlage eines Ratsbeschlusses, die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, der Verkauf von fair gehandelten Produkten, die Einbindung von Schulen, Vereinen und Kirchengemeinden und die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.
Heidenheim ist eine von über 700 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.pm/ Stadt Heidenheim