Eine Erfolgsgeschichte: Das Pilotprojekt Integrationszentrum Heidenheim 14  |  06.07.2021 12:00

Das Pilotprojekt Integrationszentrum Heidenheim als zentrale Anlaufstelle für geflüchtete Menschen ist nach fünf Jahren abgeschlossen

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FÜNF JAHRE LANG ZENTRALE ANLAUFSTELLE FÜR GEFLÜCHTETE: das Integrationszentrum Heidenheim im Haintal.

FÜNF JAHRE LANG ZENTRALE ANLAUFSTELLE FÜR GEFLÜCHTETE: das Integrationszentrum Heidenheim im Haintal.

Foto: Stadt Heidenheim

Kompetent und unkompliziert beraten, betreuen und vermitteln, das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Behörden und Institutionen im Pilotprojekt Integrationszentrum Heidenheim (IZH) in den vergangenen fünf Jahren für Geflüchtete möglich gemacht.
 
Die Stadt Heidenheim hatte angesichts der vielen Geflüchteten, die damals in die Region gekommen waren, das Konzept des IZH erdacht und gemeinsam mit der Kreisverwaltung im Landratsamt umgesetzt. Nun ist das auf fünf Jahre angelegte Projekt abgeschlossen.
 
„Die Idee, eine zentrale Anlaufstelle, einen Knotenpunkt für Geflüchtete zu schaffen, war wegweisend und einmalig im Land. Die erfolgreiche Arbeit aller daran Beteiligten hat uns von der ersten Stunde an gezeigt, dass die Entscheidung richtig war für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Oberbürgermeister Bernhard Ilg.
 
Wie geplant, konnten bald nach dem Start alle Akteure für die Beratung und Betreuung von Geflüchteten und deren Vermittlung an Arbeitgeber an der Giengener Straße in Heidenheim Außenstellen einrichten und sich so unter einem Dach versammeln. Landrat Peter Polta resümiert: „Zu einem Zeitpunkt, an dem es wichtig war, rasch ins Handeln zu kommen, konnte mit dem IZH schnell und praxisorientiert geholfen werden. Rückblickend auf die fünf Jahre des Bestehens hat das Hand in Hand aller beteiligten Institutionen einen wichtigen Beitrag für die Integration von Geflüchteten geleistet.“
 
Die Stadt Heidenheim hatte das Gebäude, das zuvor als Ausbildungszentrum des Voith-Konzerns diente, gekauft. Die Stadt investierte für die Instandsetzung knapp zwei Millionen Euro, der Landkreis 300 000 Euro. Der Landkreis Heidenheim mietete nach der abgeschlossenen Instandsetzung weite Teile des Gebäudes von der Stadt Heidenheim, um dort zu Spitzenzeiten bis zu 200 Geflüchtete vorläufig unterzubringen und zugleich Büroflächen vor Ort zu haben.
 
Ebenso mieteten sich Kooperationspartner im Rahmen des IZH-Konzepts im Gebäude ein. Die Stadt Heidenheim konnte ihre Investitionssumme über die Mieteinnahmen der vergangenen fünf Jahre refinanzieren.
 
Von Juni 2016 an richtete die Stadt Heidenheim Außenstellen ihre Ausländerbehörde ein, seit 2017 waren Integrationsbeauftragte und das Team der Integrationsmanager vor Ort, später auch die VHS. Ferner konnten die Geflüchteten dort unter anderem auch die Ausländerbehörde des Landratsamts Heidenheim sowie der Bereich Integration und Ehrenamt vorfinden, über das Jobcenter Heidenheim und die Agentur für Arbeit vor Ort auf Arbeitssuche gehen und die Berufshilfe der Arbeiterwohlfahrt sowie der Aktion Jugendberufshilfe in Ostwürttemberg e.V. in Anspruch nehmen.
 
Außerdem beteiligten sich die Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg mit dem Projekt Integration durch Ausbildung, die Handwerkskammer Ulm mit Ausbildung im Handwerk und die DAK Gesundheit informierte zur Krankenversicherung.
 
Über die Ansammlung verschied ener Behörden und Partner entstanden nicht nur für Geflüchtete kurze Wege. Alle Beteiligten profitieren von der räumlichen Nähe, weshalb Zusammenarbeit und Abstimmung zügig vonstattenging und half, Arbeitsabläufe zeitlich zu verkürzen.
 
Die Nähe aller Akteure hat sich auch insofern ausgezahlt, als in den gemeinsamen Räumen viele Info-Veranstaltungen für Geflüchtete sowie Seminare und Fortbildungen für haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angeboten werden konnten.
 
Die Ausländerbehörde der Stadt Heidenheim ist Ende Juni aus dem Haus an der Giengener Straße ausgezogen und ist nun im Meeboldhaus (Grabenstraße 19) in Heidenheim angesiedelt. Die Integrationsbeauftragte und -manager und die Wohnheimleitung ziehen im Juli aus und ins Gebäude Wagnerstraße 3.
 
Das dann leer stehende Gebäude an der Giengener Straße wird im Rahmen der Umsetzung des Bebauungsplans „Im Haintal“ weichen und damit Platz für Wohnbebauung schaffen.
 
PM/Stadt Heidenheim