Eichenprozessionsspinner: Waldfriedhof zwei Tage lang gesperrt 209  |  29.05.2021 12:00

Die Heidenheimer Friedhofsverwaltung beugt auch in diesem Jahr vor, damit sich der Eichenprozessionsspinner gar nicht erst im Waldfriedhof ausbreitet.

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Foto: GMH/Bettina Banse

Die Larven werden in einem Entwicklungsstadium bekämpft, in dem sich noch keine giftigen Brennhaare gebildet haben.
 
Der Waldfriedhof ist deshalb am Dienstag, 1. Juni, und voraussichtlich am Mittwoch, 2. Juni, gesperrt. Im Fall einer ungünstigen Witterung wird die Schließung verschoben und neu angesetzt.
 
Die Stadtverwaltung informiert dann rechtzeitig über einen neuen Termin.
 
Es handelt sich um die dritte Bekämpfung nach den Behandlungen in den beiden vergangenen Jahren. In diesem Jahr zeichnet sich jedoch ein geringerer Befall ab. Zur vorbeugenden Bekämpfung wurde eine Fachfirma engagiert. Diese setzt ein Mittel mit einem Populationshemmmer ein. Kommen die Larven damit in Kontakt, entwickeln sie sich nicht mehr weiter. Trotzdem wird sich nicht ganz verhindern lassen, dass sich vereinzelt Kolonien mit ausgewachsenen Raupen bilden. Solche Kolonien werden dann abgesaugt.
 
Von dem Populationshemmer geht keine Gefahr für Mensch, Tier und Pflanzen aus. Trotzdem muss der Waldfriedhof gesperrt werden, weil die Wege für Fahrzeuge freigehalten werden müssen. Das Mittel wird mit einem Hochleistungsgebläse ausgebracht.
 
Die Städtischen Betriebe haben parallel zu dieser Form der Bekämpfung in den vergangenen Jahren insgesamt 50 Meisen-Nistkästen auf dem Friedhofsgelände montiert sowie Blühstreifen mit Zwiebelpflanzen angelegt. Das dient dazu, die natürlichen Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners auf dem Friedhof anzusiedeln.