Die Wochenzeitung im Gespräch mit Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg 63  |  03.10.2020 09:00

Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg spricht im Interview mit der Wochenzeitung über die DHBW, den Schlossberg und Heidenheim als Wirtschaftsstandort.

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WZ: Herr Oberbürgermeister Ilg, wie gelingt es Ihnen als Stadtvater, dass die Stadt Heidenheim einen seit Jahren beständigen Aufwärtstrend zu verzeichnen hat? Gibt es ein Erfolgsgeheimnis, eine Schaffens-Strategie? Welches sind Ihre persönlichen Ressourcen? Wie erholen Sie sich in der freien Zeit? Auf welche Errungenschaften sind Sie stolz, worauf und worüber freuen Sie sich besonders?
 
Oberbürgermeister Bernhard Ilg: Worüber ich froh bin und worauf wir gemeinsam stolz sein können ist in der Tat, dass man sich in Heidenheim in den vergangenen 20 Jahren nicht auf zwei, drei Themen kapriziert hat. Das Bemühen war, möglichst vieles gleichzeitig zu machen. Die Stadtentwicklung als Hauptthema, dazu parallel Bildung und Betreuung, wir haben weiterhin eine Gartenschau gemacht und auch Sport und Kultur weiter entwickelt. Ich denke, das ist eine Errungenschaft für die Stadt, dass dies gelungen ist - natürlich mit unterschiedlicher Tiefe und unterschiedlichen finanziellen Ressourcen. Ich denke, das ist wichtig, weil die Bürgerinnen und Bürger merken, man kümmert sich beispielsweise um die Innenstadt, aber gleichzeitig wird die Halle in Schnaitheim nicht vergessen. Das schafft ein gewisses Klima. Worauf wir auch stolz sein müssen, ist das große Miteinander, das neben aller Auseinandersetzung in der Heidenheimer Bevölkerung vorherrscht. Das bildet sich ab im Gemeinderat, der immer bemüht ist, im Konsens für die Stadt und ihre Bürgerschaft zu arbeiten. Das zeigen auch die dort erzielten Abstimmungsergebnisse.
 
OB Bernhard Ilg über Erfolgsfaktoren: Ein wichtiger Erfolgsfaktor sind die hervorragenden und leistungsfähigen Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Heidenheim. Durch die prima Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durfte ich immer spüren, dass man getragen wird von seiner Verwaltung. Das ist ein Geben und Nehmen. Ein anderer Faktor ist sicherlich, dass es uns gelingt, dass wir von uns entwickelte Konzepte auch zur Umsetzung bringen. Kreativität und Eifer bleiben bestehen, wenn der Erfolg der Arbeit sichtbar wird. Die vergangenen 20 Jahre haben wir in den Gemeinderat hinein gearbeitet und nach den Entscheidungen immer weiter bis zur vollständigen Durchführung. Ich denke, das beflügelt dann auch. Zur Erfolgsgeschichte gehört auch, dass wir nie lang anhaltende finanzielle Probleme hatten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir uns immer wieder etwas einfallen ließen. Die Arbeit in den Sanierungsgebieten wird ganz überwiegend positiv bewertet, der Verkauf von Aktien hingegen unterschiedlich. Doch ohne die dadurch verbesserte finanzielle Ausstattung wäre unsere Handlungsbasis nicht gewährleistet gewesen. Die Kreativität der Entscheider gehört dazu. Was für mich persönlich für den Erfolg über eine lange Zeit hin notwendig ist, in der man sich schon intensiv einbringt - die Stunden und Tage zu zählen erübrigt sich ja - das ist eine stabile Gesundheit. Dafür darf ich danken; das ist der Fall. Genauso wichtig ist die Familie, die einem zu dieser Leistungsfähigkeit verhilft.
 
OB Bernhard Ilg zu Handlungsstrategien: Und ja, unser Schaffen in der Verwaltung und im Gemeinderat folgt einer Strategie. Wir haben uns in den Klausuren des Gemeinderates immer mit den strategischen Handlungsfeldern beschäftigt. Mal war das die Gartenschau, dann Bildung und Betreuung. Es ist schon wichtig, dass Gemeinderat und Verwaltung Ziele vor Augen haben und wissen, warum sie etwas tun. Beispielsweise ist die generationengerechte Stadt eines unserer aktuellen strategischen Handlungsfelder.
 
OB Bernhard Ilg über Freizeit im Beruf: In den vergangenen 35 Jahren als Bürgermeister und als Oberbürgermeister hatte ich wenig Freizeit. Doch die Freizeit, die wir im Urlaub hatten, die haben wir intensiv gelebt. Entweder bei Unternehmungen mit der Familie oder auf Reisen zu interessanten Zielen, um etwas zu entdecken, damit neue Impulse auf einen einströmen. Ich glaube, dass dieses Amt Kreativität braucht. Und Kreativität ihrerseits braucht Impulse. Die kann man schon auch bekommen, wenn man unterwegs ist. Wenn Freizeit, dann intensiv. Über die geplante Freizeit hinaus geht in dem Amt nichts. Dass man zum Beispiel einmal spontan Ski fahren gehen kann. Das wünsche ich mir, dass ich das dann irgendwann im nächsten Jahr mit meiner Frau umsetzen kann.
 
OB Bernhard Ilg darüber, dass er im Amt aufhören wird: Im Wahlkampf habe ich bereits vorgegeben, dass ich mindestens bis zum 65. Lebensjahr arbeiten werde, so es die Gesundheit zulässt. Und dass man dann neu nachdenkt. Im nächsten Jahr werde ich ja 65, und die Idee, im Laufe des Jahres aufzuhören, verfestigt sich immer mehr. Weil ich glaube, dass dann bei allem, was man an Visionen und Vorstellungen noch im Kopf hat - und die sind nicht zu knapp, ich versprech´s! (lacht) - dass es dann auch mal gut ist und angezeigt, dass wieder Veränderung stattfindet. So, wie ich wollte, dass sich die Stadt immer verändert, was ja zu Beginn meiner Amtszeit gerne kritisiert wurde, weil Veränderungen auch manchmal schmerzlich sind. So muss es auch im Personellen Veränderungen geben. Nach über 20 Jahren darf es das auch an der Stadtspitze.
 
WZ: Wie sehen Sie Heidenheim derzeit im Angebot der Naherholungsmöglichkeiten aufgestellt?
 
OB Bernhard Ilg: Dass wir alleine auf dem Heidenheimer Stadtgebiet drei ausgewiesene Naherholungsgebiete haben, ist etwas Besonderes. Das sind in der Innenstadt der Brenzpark, der uns seit der Landesgartenschau immer wertvoll und wertig war und nie vernachlässigt wurde, dazu kommt der Wildpark hinter dem Schlossberg - alle, die wir den Eichert mit Kind und Kindeskind besuchen, wissen, wie wichtig er für Heidenheim und die Region ist. Zudem besitzt Heidenheim in der Eigenschaft als waldreichste Kommune im Regierungsbezirk Stuttgart einen unbezahlbaren Schatz: über die Naherholung hinaus geht es um Sauerstoff und um Wasser. Ich werde nicht müde zu betonen: wir versorgen uns selbst mit Wasser. In die Zukunft betrachtet, kann das von noch größerem Wert sein. Für diese drei Säulen der Naherholung dürfen wir dankbar sein und müssen immer daran arbeiten, dass sie wertig und beständig bleiben. Dürfte ich mir ein neues Projekt im Bereich Naherholung wünschen, wäre das ein "Wolkenrutscher" im Brenzpark, damit dieser ein immer neu attraktiver Treffpunkt für Familien bleibt. Das Projekt würde aber mindestens eine halbe Million Euro kosten, daher ist es eher schwer finanzierbar.
 
WZ: Was braucht Heidenheims Infrastruktur aus Ihrer Sicht in den nächsten fünf Jahren?
 
OB Bernhard Ilg: Ein Pflichtthema ist die weitere Gestaltung der Innenstadt. Wir haben uns vor 20 Jahren darum bemüht mit dem Ergebnis der Schloss-Arkaden, die uns im Wettbewerb mit anderen Kommunen damals weit nach vorne gebracht haben. Man kann sich nicht ausruhen, auch andernorts sind Veränderungen sichtbar. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns der Innenstadt zuwenden. Jede Anstrengung lohnt sich, wenn wir für Besucher und Bürger in Heidenheim eine urbane Situation des Wohlfühlens und der spürbar hohen Aufenthaltsqualität vermitteln, vom Rathausplatz ausgehend, unter Einbeziehung der Grabenstraße, der Hauptstraße, der Hinteren Gasse. Das beginnt beim Städtebau, ergänzt durch Dienstleistungen und Kultur. Von privater Seite ist die Gastronomie weiterzuentwickeln und die Angebote in den Produkten des täglichen Bedarfs. In den nächsten zehn Jahren muss uns mit der solidarischen Anstrengung der Gemeinschaft aller Beteiligten für unsere Stadt wieder ein Wettbewerbsvorteil gelingen.
 
WZ: Wo sehen Sie in dieser Entwicklung den Anfangspunkt?
 
OB Bernhard Ilg: Den Anfangspunkt und Nukleus bilden Rathaus und Rathausplatz. Denn der Rathausplatz wird geprägt von der Tiefgarage, deren Abdeckung wegen Schadhaftigkeit große Sorge macht. Die Abdeckung muss entfernt werden. Dabei bietet sich die neue Gestaltung des Rathausplatzes natürlich an, die Christianstraße und später die gesamte Fußgängerzone werden miteinbezogen. Die Bürgerbefragung zum Thema läuft gerade an, ein städtebaulicher Wettbewerb für das Areal folgt im nächsten Jahr. Die Rathausfassade muss wegen des Sonnenschutzes für die Mitarbeiter an den Fenstern und aus Umweltgründen erneuert werden. Damit ist die Reihenfolge vorgegeben: Rathaus - Rathausplatz - Grabenstraße - Hauptstraße. Viele Vorbereitungen wurden bereits getroffen und der Umbau des Elmar-Doch-Hauses hat ja bereits begonnen. Das wird ein Schmuckstück für die Hauptstraße und lässt den hohen Sinn des Gesamtprojekts erahnen.
 
WZ: Welche Entwicklungen im Bereich der Verkehrswege würden Heidenheim guttun?
 
OB Bernhard Ilg: Zur Infrastruktur gehören auch Straßen, Wege, Plätze. Fußgänger und Radfahrer sind wichtig; ebenso natürlich die Planung der Verkehrswege für KfZ. Schade, dass uns einzelne Gemeinderatsmitglieder nicht abgenommen haben, dass ein Innenstadttunnel wichtig ist. Auch, dass uns das Land nicht massiv unterstützt hat, denn es wäre eine kolossale Entlastung für die Innenstadt, wenn der kleine Innenstadtentlastungstunnel käme - beginnend bei den Römeranlagen und bis zur Musikschule. Die wichtigen Kreuzungen Bergstraße, Schnaitheimer Straße, Marienstraße wären entlastet. Dass es in der Innenstadt Zone 30 gibt, halte ich für realistisch in Verkehrszonen ohne lange Durchgangsstrecken. Zu gewissen Zeiten, zum Beispiel nachts, kann auch in diesen Bereichen aus Lärmschutzgründen über Zone 30 nachgedacht werden.
 
WZ: Sie erwähnten im Vorgespräch den Spatenstich bei der DHBW im Sommer 2021...
 
OB Bernhard Ilg: Das Projekt steht unter dem Titel "Campus an der Brenz". Was uns im Norden des Campus mit Kindergarten, Gemeinschaftsschule, Zukunftsakademie und Dock33 gelungen ist, zeigt, dass die Begrifflichkeit auch gelebt wird. Da haben wir wirklich etwas geschaffen! Das Finale besteht dann im zweiten Bau der Dualen Hochschulen durch das Land. Sie kommt spät. Das ist ein großes Ärgernis, zumal wir gemeinsam, die Stadt, die Wirtschaft, der Landkreis, die Banken, so viele Millionen an Eigenbeteiligung nach Stuttgart geschaffen haben, dass es angemessener gewesen wäre, schneller zu agieren. Aber entscheidend ist, dass es weitergeht. Die Zusage der Finanzministerin für den Spatenstich im Sommer 2021 lässt uns wieder mutig weiterdenken. Der Campus an der Brenz wird dabei als Hochschule mit Forschung und Wissenschaft belegt und über die Jahre können ergänzende Bauwerke um diesen Hochschulkörper hinzukommen wie Forschungsgebäude, Dienstleister und Parkhaus. Zugleich wird der Fußgänger- und Radweg an der Brenz von Aufhausen bis Mergelstetten auf dem Abschnitt des neuen DHBW-Geländes neu gebaut - parallel zu dem bereits bestehenden Abschnitt entlang des Brenzparks.
 
OB Bernhard Ilg zur infrastrukturellen Bedeutung des Schlossbergs: Neben den elementaren Themen Innenstadt und Hochschule - dazu stehe ich, denn eine Stadt unserer Größenordnung kann nicht ohne Forschung und Wissenschaft bleiben - muss der Schlossberg als Ort mit zentraler Bedeutung für Heidenheim insgesamt gelingen: als Begegnungsstätte in mehrfacher Hinsicht mit Klinikum, Sport- und Freizeitanlagen und dem Schloss Hellenstein. Alle Institutionen auf dem Schlossberg brauchen eine bessere Vernetzung und eine ganzheitliche Betrachtung, sie können nicht nur punktuell gesehen werden. Dafür besteht im Moment die große Chance bei der Erstellung von Bebauungsplänen für Klinikum und rund um das Stadion des FCH. Wenn wir uns dabei perspektivisch auch mit dem Land um das Schloss Gedanken machen, dann kann das Besondere gelingen.
 
WZ: Wie sieht der ideale Schlossberg für Sie aus?
 
OB Bernhard Ilg: Ich sehe durchaus eine Chance für Aufstiegshilfen auf den Schlossberg. Das könnte eine moderne, hochinnovative Seilbahn sein, die nichts mehr mit dem zu tun hat, was wir vor 30 Jahren kannten. Sie könnte einen erleichterten Zugang auch zum Klinikum und dem Wohngebiet Reutenen schaffen mit hoher Relevanz und einem Beitrag zum Nahverkehr, der vergleichsweise schnell und wirtschaftlich zu erreichen ist. Dieses Thema ist für mich mit dem Schlossberg gemeinsam zu sehen. Der ideale Schlossberg hat für Kultur und Sport genügend Raum, beherbergt ein hochmodernes Klinikum, genügend Wohnraum, Schloss Hellenstein ist von Mai bis September durchgehend genutzt. Dazu braucht es mehr als ein paar Worte oder etwas Sommergastronomie. Das Schloss Hellenstein muss dazu auch in einer anderen Weise als jetzt begehbar sein. Für Personen mit körperlichen Einschränkungen oder bei Regenwetter ist der Zugang zum Rittersaal kaum möglich. Wenn das Land Baden-Württemberg will, dass solche wunderbaren Liegenschaften adäquat genutzt werden, muss man auch einmal zu Eingriffen fähig sein. Das geht nicht von heute auf morgen und braucht eine vielschichtige Herangehensweise. Aber wenn wir nicht beginnen… Ich habe auch lange gebraucht um das zu sehen: Der Schlossberg muss als Ganzes betrachtet werden. Dann werden die vielen Mosaiksteine am Ende ein Bild ergeben, das alle glücklich macht.
 
WZ: Was braucht Heidenheim als Wirtschaftsstandort in den nächsten fünf Jahren?
 
OB Bernhard Ilg: Wichtig wird sein, dass wir mit denjenigen, die da sind, die Zukunft gestalten. Dass unsere großen und kleinen Firmen spüren: Stadt und Wirtschaft sind eins: ohne Wirtschaft keine Zukunft. Entwicklungen, die die Wirtschaft braucht, müssen wir unterstützen. Mobilität ist signifikantes Thema. Zudem brauchen wir alternative Wohnformen, und auch, dass beispielsweise Mitarbeiter auch im Stadtgebiet Einfamilienhäuser erwerben oder bauen können. Firmen müssen ihrerseits als prosperierende Betriebe mit genügend Anziehungskraft die Mitarbeiter*innen der Zukunft gewinnen können. Deshalb bin ich dankbar, dass uns die interkommunale Zusammenarbeit gelingt. Der Zweckverband mit Oberkochen und Königsbronn ist ein Modell der Zukunft, weil Wirtschaftspolitik im Hinblick auf Mitarbeiter, Wohnraum, Kosten, Flächen und Transportwege nicht in einer Blase gemacht werden kann. Es ist ein Zeichen unserer Zukunftsfähigkeit.
 
WZ: Wird der Wirtschaftsstandort Heidenheim/Ostwürttemberg an der von Baden-Württemberg geplanten Wirtschaftspräsenz in Tel Aviv mitmischen - auch zur Förderung mittelständischer Betriebe bei der Digitalisierung?
 
OB Ilg: Bislang sind wir davon nicht berührt. Doch ein Wirtschaftsstandort wie Heidenheim und eine Wirtschaftsregion wie Ostwürttemberg muss immer aufgeschlossen sein. Und wenn es da einen Themenkreis mit Kooperationsmöglichkeiten gäbe, dann müssen wir voll dabei sein.
 
WZ: Wie wirkt das auf Sie, wenn gewisse Anfälligkeiten für Verschwörungstheorien auch in Heidenheim auf Demonstrationen zutage treten? An welchem roten Faden können sich Bürger*innen aus Ihrer Sicht in der Pandemie orientieren?
 
OB Bernhard Ilg: Die Frage ist, auf welche Weise Kritik an politischen Entscheidungen innerhalb einer freiheitlichen Demokratie geschieht. Sobald das aggressiv und fanatisch erfolgt, ist das von mir persönlich abzulehnen. Die kritische Auseinandersetzung dagegen halte ich für wichtig. Für mich als Kommunalpolitiker war in der Corona-Akutphase mit das Schmerzlichste, dass die Kontakte zu den Mitbürgern nicht mehr stattfinden konnten. Kein Neujahrsempfang, kein Küferfest. Wenn wir wollen, dass diese Dinge wieder stattfinden, dann müssen wir mit diesem Virus leben lernen. Denn wir haben weder die Garantie auf einen allumfassenden Impfstoff, noch eine darauf, dass sich das Virus nicht in einer anderen Form darstellt. Beim Lernen, wie man mit dem Virus umgeht, muss man sich verständigen auf das Bekannte und darauf, was bisher geholfen hat und daran immer wieder appellieren. Im Moment gibt es keine andere Verständigungsebene als Hygiene und Mindestabstand. Man lernt da jeden Tag dazu. Wir brauchen geordnete Versuchsfelder um gezielt in einer wissenschaftlichen Ausprägung zu probieren und um daraus zu lernen. Ich bedaure zutiefst, dass zum Beispiel das mögliche Versuchsfeld nicht genutzt wird, die Fußballstadien teilweise zu öffnen. Aber mit Verschwörungstheorien wird ein Virus nicht bekämpft.
 
WZ: Herr Oberbürgermeister Ilg, vielen Dank für das Gespräch.
 
dast