Den Wald für die Zukunft erhalten 22  |  15.02.2021 14:00

Ob auf der Schwäbischen Alb, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald oder einfach nur im Stadtwald vor der Tür: Vermutlich noch nie hat der Wald in Deutschland so viele Menschen angezogen wie in diesen Zeiten. Der internationale Tag des Waldes am 21. März will auf die weltweite Zerstörung und Übernutzung der Wälder aufmerksam machen und dazu anregen, sie zu schützen.

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Unter dem Dach der Bäume erscheint die Welt noch so, wie wir sie aus der Zeit vor Corona kennen: voller Freiheit und Lebensfreude. Und da der Wert des Waldes vielen jetzt erst bewusst wird, wächst bei ihnen die Bereitschaft, ihm etwas zurückzugeben: Wo dem Wald Dürre und Schadinsekten zusetzten, respektieren die Menschen die Wiederaufforstungsarbeiten oder wollen sogar selbst an Pflanzaktionen teilnehmen, hat die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland beobachtet.
 
Der internationale Tag des Waldes am 21. März will auf die weltweite Zerstörung und Übernutzung der Wälder aufmerksam machen und dazu anregen, sie zu schützen. Die Gefahren für die Wälder sind regional unterschiedlich: In Deutschland hat die Kombination aus Sturmschäden, Dürre und Käferbefall zu einem Rekordsterben von Nadelbäumen geführt.
 
Trotz teils erschreckender Szenerien schätzen die Deutschen mehr denn je die Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit im Wald aufzuhalten und sich dort zu betätigen. Gerade in der Corona-Pandemie ist jeder Waldbesuch ein befreiendes Erlebnis: Spaziergänger, Sportler, Vogelfreunde und andere Erholungssuchende können unter Nadelbaumwipfeln und Laubbaumdächern Kraft tanken. Der Waldbaden-Trend der letzten Jahre unterstreicht die Bedeutung des Waldes als einen Sehnsuchtsort der Deutschen.
 
Waldbesitzer freuen sich über das wiedererstarkte Interesse der Menschen am Wald – ganz im Sinne der Vereinten Nationen, die vor 50 Jahren, am 21. März 1971 mit dem Internationalen Tag des Waldes ein Ausrufezeichen setzten. Noch mehr freuen sie sich zusammen mit Forstleuten und Naturschützern, wenn Besucher zum Wohlergehen des Waldes beitragen: Das geht ganz einfach, ohne viel Mittun, indem man keinen Abfall hinterlässt, seinen Hund anleint und einen Bogen um mühevoll wiederbepflanzte Flächen macht. Außerdem kann man auch freundlich grüßen, wenn ein Forstarbeiter wegen wichtiger Waldpflegearbeiten den Wald durchfährt, statt über ihn und seinen Geländewagen zu schimpfen. Zeitweise Wegsperrungen für den Umbau zum Zukunftswald haben immer ihre Berechtigung und sind deshalb kein Ärgernis.
 
Ideen, wie sich Naturfreunde aktiv für ihren Wald engagieren können, gibt PEFC Deutschland zum Tag des Waldes weiter: Wer aktiv werden will, kann beim „Plogging“ joggenderweise Müll aufsammeln oder mit anderen eine - coronagerechte – Müllsammelaktion ins Leben rufen. Oder man meldet sich bei einer Baumpflanzaktion als Helfer an, bewaffnet mit Spaten und Gießkanne.
 
2020 hatte die Organisation gemeinsam mit waldreichen Kommunen, deren Wälder das PEFC-Siegel für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung tragen, zahlreiche Baumpflanzungen organisiert. Diese sollen auch in diesem Jahr fortgeführt werden, sobald es ein Rückgang der Pandemie wieder zulässt.
 
Mehr Informationen dazu und zum Wald auf www.tag-des-waldes.de und auf www.pefc.de.
 
PEFC