Das Congress Centrum Heidenheim wird Kreisimpfzentrum 60  |  07.12.2020 09:00

Die Entscheidung ist gefallen: Für den Landkreis Heidenheim wird ab 15. Januar das Congress Centrum als Kreisimpfzentrum dienen. Helfer werden noch dringend gesucht.

Bilder
START IM CONGRESS CENTRUM AM 15. JANUAR: Wo sonst kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen über die Bühne gehen, wird in diesen Tagen das Kreisimpzentrum eingerichtet.

START IM CONGRESS CENTRUM AM 15. JANUAR: Wo sonst kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen über die Bühne gehen, wird in diesen Tagen das Kreisimpzentrum eingerichtet.

Foto: Archiv/Dr.Thomas Bünnigmann

Voraussichtlich bis Juni wird das Congress Centrum als Kreisimpfzentrum dienen müssen. Die Landkreisverwaltung wird alles für den Start am 15. Januar vorbereiten und detaillierte Planungen erstellen.
 
„Ich bin sehr dankbar, dass wir dabei wieder auf die Unterstützung und die wertvollen Erfahrungen des Führungsstabs sowie den vielen Ehrenamtlichen der Feuerwehr setzen können. In zahlreichen Stunden haben sie bereits im Frühjahr mit Hochdruck im CC eine zusätzliche Versorgungseinrichtung für den Notfall aufgebaut“, so Landrat Peter Polta. Außerdem wird die Koordination in enger Abstimmung mit Vertretern der Kreisärzteschaft, des Klinikums, der Kassenärztlichen Vereinigung, dem DRK sowie weiteren Institutionen und Hilfsorganisationen erfolgen.
 
Geimpft wird voraussichtlich an sieben Tage die Woche, in zwei Schichten von 7 bis etwa 21 Uhr. Pro Tag sollen bis zu 800 Menschen geimpft werden.
 
Hierzu wird das Congress Centrum in verschiedene Module eingeteilt: Geplant ist, dass die Impfwilligen am Haupteingang eintreten und sich im Foyer registrieren lassen. Im Martin-Hornung-Saal sollen die Impfungen vorgenommen werden. Dort findet in insgesamt sieben sogenannten Impfstraßen jeweils zunächst ein Arztgespräch zur Aufklärung statt, bevor das medizinische Fachpersonal die Impfung vornimmt. Aktuell ist – abhängig von dem zur Verfügung stehenden Impfstoff – von zwei Impfdosen im Abstand von 21 bis 28 Tagen auszugehen, um einen Schutz zu erhalten.
 
Flankierend zum Kreisimpfzentrum wird es voraussichtlich zwei mobile Impfteams geben, sogenannte „aufsuchende Angebote“ beispielweise für Pflegeheime. Ein Teil der vulnerablen Gruppen wird vor allem auf diese Angebote zur Impfung angewiesen sein. Daher stellen die mobilen Impfteams eine wichtige Ergänzung zum Kreisimpfzentrum dar.
 
„Die Umsetzung ist nicht nur eine logistische Herausforderung. Wir werden insgesamt bis zu 100 Helfer benötigen, die den Betrieb gewährleisten sollen“, so Landrat Peter Polta. Die Anforderungen an das Personal seien groß: Sie reichen von Verwaltungskräften, die die Impfwilligen registrieren, bis hin zu Ärzten, die aufklären und medizinischem Fachpersonal, das die Impfungen vornimmt. „Um diesen ungeheuren Kraftakt neben der Nachverfolgung der Infektionsketten leisten zu können, sind wir auf jede Unterstützung angewiesen. Deshalb rufe ich alle Einwohner, die helfen wollen, dazu auf, sich zu melden“, so der Landrat.
 
Freiwillige Helfer können sich ab sofort melden
Gesucht werden Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Apotheker, pharmazeutisch-technische Assistenten, Krankenpfleger, Altenpfleger, Pflegehelfer, Medizinstudenten, Sanitäter, Verwaltungskräfte und weitere. Interessierte können sich zusätzlich zu Angeboten ab sofort auch über die Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-heidenheim.de, Stellenangebote, melden. Zontaktaufnahme ist auch unter Tel. 07321.321-2330 möglich.
pm/Landratsamt Heidenheim