25. November: Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

Landratsamt Heidenheim 28

Am 25. November 2021 wehen wieder die Fahnen als Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen vor vielen Rathäusern, dem Landratsamt und anderen öffentlichen Einrichtungen im Landkreis Heidenheim.

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Foto: stock.dobe.com/VadimGuzhva

TERRE DES FEMMES und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Susanne Dandl, wollen mit diesen Fahnen ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen, und der Frauen gedenken, die ihr zum Opfer fielen.
 
In diesem Jahr vereint TERRE DES FEMMES alle Kernthemen in der Botschaft #Bornequal und will damit das Recht jedes Mädchens und jeder Frau auf Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Einheit einfordern:

  • Weibliche Genitalverstümmelung: Von weiblicher Genitalverstümmelung sind weltweit 200 Millionen Mädchen und Frauen betroffen. Aktuell entwickelt TERRE DES FEMMES Konzepte für effektive Interventionsketten in Deutschland, um Betroffenen schnell zu helfen.
  • Häusliche und Sexualisierte Gewalt: Jede dritte Frau ist von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen, 1 Million Frauen sind Betroffene von Vergewaltigung, 87.000 Femizide geschehen jährlich. TERRE DES FEMMES setzt sich für einen Rechtsanspruch auf Hilfe bei Gewalt und für eine bundesweite, anonyme Spurensicherung ein.
  • Gleichberechtigung und Integration: TERRE DES FEMMES setzt sich für Gleichberechtigung und Integration ein. Alles Mädchen sollen gleichberechtigt und frei von religiösen Zwängen und Rollenzuweisungen aufwachsen. TERRE DES FEMMES bringt Eltern und Kinder mit Projekten zusammen, um mit ihnen über Empowerment, Erziehung und Rollenbilder zu sprechen.
  • Gewalt im Namen der Ehre: TERRE DES FEMMES setzt sich gegen Gewalt im Namen der Ehre ein. Es fängt an bei psychischem Druck und reicht von emotionaler Erpressung über körperliche und sexualisierte Gewalt bis hin zu Zwangsverheiratungen oder sogenannten Ehrenmorden. Jährlich werden weltweit 12 Millionen Mädchen unter 18 Jahren verheiratet. Aktuell wird das Theater- und Präventionsprojekt "Mein Herz gehört mir" in Schulen umgesetzt.
  • Frauenhandel und Prostitution: 72 % aller Betroffenen von Menschenhandel sind Frauen und Mädchen. TERRE DES FEMMES fordert ein Umdenken in der Prostitutionspolitik und die Einführung des Nordischen Modells. Mit der Informationswebsite "maedchenhandel.de" klärt TERRE DES FEMMES über die Loverboy-Methode auf.
  • Internationale Zusammenarbeit für Frauenrechte: TERRE DES FEMMES unterstützt auch weltweit Frauenrechtsorganisationen. Die Schwerpunkte sind die gleichen wie im Inland. Derzeit wird mit sieben Partnerorganisationen in Lateinamerika, Afrika und Asien zusammengearbeitet.

 
Aufklärungsmaterialien zu vielen Themen erhalten Sie unter "frauenrechte.de". Weitere Informationen, Broschüren und Bücher zu allen Themen können auf der Homepage von TERRE DES FEMMES unter www.frauenrechte.deabgerufen oder bei der Gleichstellungsbeauftragten Susanne Dandl unter Telefon 07321 321 2559 angefragt werden.