Seitenlogo
Nabu

Wespenzeit steuert auf Höhepunkt zu

Das kann einem den schönsten Sommer verleiden: Im August erreichen die im Frühjahr gegründeten Wespenvölker ihr Maximum.
DAS WILL NIEMAND: Eine Wespe im Orangensaft kann gefährlich werden. Hektik hilft jetzt aber gar nichts, im Gegenteil: Ruhe bewahren heißt die Devise. Foto: Nabu/Helge May

DAS WILL NIEMAND: Eine Wespe im Orangensaft kann gefährlich werden. Hektik hilft jetzt aber gar nichts, im Gegenteil: Ruhe bewahren heißt die Devise. Foto: Nabu/Helge May

Bild: Nabu/Helge May

Am Gartentisch dauert es meist nur wenige Minuten, bis sich die Schwarz-Gelben einfinden. Mit einigen Verhaltenstipps gelingt das Miteinander meist unbeschadet.

Ruhe bewahren: Wer von den gelb-schwarz gestreiften Insekten umschwirrt wird, sollte nicht um sich schlagen oder die Tiere anpusten, denn das im Atem enthaltene Kohlendioxid alarmiert sie und versetzt die Tiere in Angriffshaltung.

Wespenbesuche verhindern: Am besten wenig Anlass zur Landung am Tisch bieten, die Tiere vorsichtig wegschieben. Süße Getränke, Fleisch und Wurst sowie süße Speisen abdecken. Vor jedem Schluck und Bissen prüfen, dass keine Wespe daran ist. Ganz dreiste Ruhestörer mit Wasser aus kleinen Sprühfläschchen vertreiben. Eventuell eine Ablenkungsfütterung wie Zuckerwasser oder überreifes Obst etwas abseits des Tisches bereitstellen. Wenn der Flugverkehr zuviel wird, lieber drinnen essen.

Bei einem Wespenstich: Schnell kühlen ist die beste Therapie. Die Symptome wie eine druckempfindliche Hautschwellung an der Einstichstelle und ein ziehender Schmerz verschwinden nach wenigen Tagen. Auch Hornissenstiche sind nicht gefährlicher als jene von Biene oder Wespe. Bei Allergieverdacht oder Stichen im Mund-Rachen-Bereich sofort ärztliche Hilfe holen. Eine Allergie, die etwa drei bis fünf Prozent der Bevölkerung betrifft, kann sich durch Ohnmacht, Schwindel, Kreislaufbeschwerden oder Übelkeit äußern. Betroffene erhalten Erste-Hilfe-Ausrüstungen und Medikamente vom Arzt.

Wespen und ihre Nester stehen unter Naturschutz: Hornissen gelten sogar als besonders geschützt. Wespen am Haus sind aber nur Gäste auf Zeit: Im August erreicht das Volk seine volle Größe, die meisten Wespenvölker sterben aber zum Ende des Monats, nur die jungen Königinnen überwintern an geschützter Stelle und gründen im Frühjahr ein neues Volk. So lange sollte man die Tiere und ihr Nest möglichst dulden.


UNTERNEHMEN DER REGION