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Opernfestspiele

Opernfestspiele Heidenheim: Die Bilanz ist ausgesprochen positiv

Nach sechs Wochen und zahlreichen umjubelten Veranstaltungen sind die Heidenheimer Festspiele mit der ausverkauften und umjubelten „Last Night“ zu Ende gegangen
KÜNSTLERISCH HERVORRAGEND UND ÜBERAUS ERFOLGREICH: Die Verantwortlichen ziehen eine sehr positive Bilanz, was die unlängst zu Ende gegangene Festspiel-Saison in Heidenheim (im Bild „Don Carlo“ im Rittersaal auf Schloss Hellenstein) angeht.

KÜNSTLERISCH HERVORRAGEND UND ÜBERAUS ERFOLGREICH: Die Verantwortlichen ziehen eine sehr positive Bilanz, was die unlängst zu Ende gegangene Festspiel-Saison in Heidenheim (im Bild „Don Carlo“ im Rittersaal auf Schloss Hellenstein) angeht.

Bild: Oliver Vogel

Insgesamt 67 Veranstaltungen fanden auf Schloss Hellenstein, im Congress Centrum und an zahlreichen weiteren Spielstätten statt. Der Künstlerische Direktor Marcus Bosch freut sich: „Das Festival hat uns wieder viele magische Nächte beschert. Ich bin glücklich über die vielen positiven Erlebnisse und dankbar, dass das Publikum wieder da ist.“

Für die Stadt Heidenheim stuft Kulturamtsleiter Matthias Jochner die Bilanz als „künstlerisch hervorragend und überaus erfolgreich“ ein. Der Publikumszuspruch lag mit einer Auslastung von 92 Prozent deutlich über dem Vorjahr, insgesamt zählten die Opernfestspiele 16 632 Besucher.

Vier Opern unter dem Motto „Heldinnen“

Vier verschiedene Opern - darunter zwei Auftragswerke als Uraufführungen - wurden in der Festspielsaison unter dem Motto „Heldinnen“ als programmatischer Kern der Festspiele gezeigt. Im „Verdi-Paradies“ Heidenheim konnte die Oper „Don Carlo“ ab 7. Juli dreimal im Rittersaal auf Schloss Hellenstein unter freiem Himmel gezeigt werden, dreimal musste ins Congress Centrum umgezogen werden.

In der international beachteten Reihe der „Verdi-Werkstatt Heidenheim“ folgte „Giovanna d’Arco“ im Congress Centrum ab 20. Juli an zwei Terminen. Die Produktion wurde für den Rundfunk und die spätere Veröffentlichung in Bild und Ton mitgeschnitten.

Mit „Der Zauberer von Oz“ wurde ab 21. Juni eine „Junge Oper“ von Lucy Landymore (Musik) und Stephan Knies (Libretto) im Opernzelt im Brenzpark gezeigt, die auf einem weltbekannten Stoff beruht.

Bereits am 26. Mai feierte die Pop-Up-Oper „Woyzeck“ von Marijn Simons (Musik) und Tonio Kleinknecht (Libretto) nach Georg Büchner Uraufführung im Rahmen der Baden-Württembergischen Theatertage in Aalen. Ab 8. Juli wurde die Produktion auch im Voith Training Center Heidenheim und an weiteren Spielorten in der Region gezeigt.

Auch die Konzerte begeisterten das Publikum

Mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Kristian Bezuidenhout debütierte erneut ein international gefeiertes Spitzenensemble bei den Opernfestspielen. Der Kammerchor Stuttgart kehrte unter der Leitung von Frieder Bernius mit dem Barockorchester Stuttgart für ein Konzert (OH! in der Pauluskirche) nach Heidenheim zurück, ebenso die SWR Big Band mit Max Mutzke bei der Jazz-Gala.

Die Cappella Aquileia gestaltete das Galakonzert mit Stephen Waarts, das unter der Leitung von Marcus Bosch für den Rundfunk mitgeschnitten wurde, und das Kinderkonzert.

Die Stuttgarter Philharmoniker als Festspielorchester begleiteten bei der Last Night Camille Thomas und Julia Muzychenko unter dem Dirigat von Marcus Bosch.

Zahlreiche Extras bildeten die Kirsche obendrauf

Die zahlreichen Extras rund um die Opernfestspiele trafen erneut auf großen Zuspruch bei den Zuschauern, stellvertretend seien die drei ausverkauften Jazz-Frühstücke im Brunnengarten, die Schlossbergtafel, die Marktmusik zur Festspielzeit und der „Blaue Abend“ in der Hammerschmiede Königsbronn erwähnt. Die Matineen, Soireen und Werkeinführungen vor den Opernvorstellungen und Konzerten fanden ebenfalls großen Anklang beim Publikum.

Das Congress Centrum als absoluter Standortvorteil

Die Möglichkeit, als Open Air angesetzte Vorstellungen auch bei Regen vollwertig und für alle Festspielgäste adäquat aufführen zu können, ist ein herausragender Standortvorteil für die Opernfestspiele Heidenheim. In der Festspielsaison 2023 diente das akustisch exzellente Congress Centrum für drei der sechs Vorstellungen des „Don Carlo“ und für drei der vier unter freiem Himmel geplanten Konzerte („Last Night“ und Jazz-Gala) als Ausweichspielstätte.

Lediglich eines der drei Jazzfrühstücke konnte nicht wie geplant im Brunnengarten des Schlosses Hellenstein stattfinden, sondern ging witterungsbedingt im Museum für Kutschen, Chaisen und Karren über die Bühne. Die bekannten Spielstätten (darunter vor allem das Opernzelt im Brenzpark, die Pauluskirche und die Hammerschmiede Königsbronn) konnten bei großem Publikumszuspruch erneut genutzt werden. Zudem war es möglich, mit dem Voith Training Center einen neuen und ungewohnten Spielort zu erschließen.

Zuschauer: Auslastung auf dem Niveau vor der Pandemie

Bei den Zuschauerzahlen wurde wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht. Viele der Veranstaltungen der Opernfestspiele waren schon weit im Vorfeld sehr gut ver- oder gar ausverkauft. Hervorzuheben sind hierbei vor allem „Der Zauberer von Oz“, für den wegen des Zuspruchs weitere Zusatzvorstellungen angesetzt werden konnten, die Jazz-Gala und die „Last Night“, aber auch die Aufführungen von „Don Carlo“.

Insgesamt wurden 16 632 Zuschauer erreicht – ein ähnliches Niveau wie in der letzten Saison vor der Corona-Pandemie (2019: 16 837). Die Auslastung lag bei 92 Prozent, die wichtigsten Marker sind „Don Carlo“ (98 Prozent bei 4938 Zuschauern an sechs Terminen), „Giovanna d’Arco“ (86 Prozent bei 1598 Zuschauern an zwei Terminen) und „Der Zauberer von Oz“ (96 Prozent bei 2877 Zuschauern an 15 Terminen).

Star auch die Auslastung der Sinfoniekonzerte (86 Prozent bei 2992 Zuschauern) und der Jazz-Gala (111 Prozent bei 900 Zuschauern).

Im kommenden Jahr geht’s nach Japan und Südamerika

Die Opernfestspiele im Jahr 2024 stehen unter dem Motto „Fremde Welten“ und entführen mit Puccinis „Madama Butterfly“ und Verdis „Alzira“ nach Japan und Südamerika.

Das Jahresprogrammbuch für die kommende Saison erscheint im November, der Kartenvorverkauf für die neue Saison startet am Montag, 20. November. Opernfestspiele


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