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Kunstmuseum Heidenheim: Neurowissenschaft und Zeitspuren

Am kommenden Samstag, 12. August werden um 17 Uhr die nächsten beiden Ausstellungen im Kunstmuseum Heidenheim eröffnet.

Bild: Hoesle/VG Bild-Kunst Bonn

Am Anfang eines künstlerischen Schaffensprozesses steht oftmals ein inneres Bild, doch lässt sich dieses Bild zurückverfolgen? Was passiert dabei im Gehirn? Diese Fragen sind die Ausgangsbasis für das Schaffen von Adi Hoesle: Mit Videos, Skulpturen, Fotografien, Gemälden, Installationen und multimedialen Werken bewegt sich der Babenhausener an der Schnittstelle zwischen Kunst und Neurowissenschaften. Mit visualisierten Hirnströmen, Mikroaufnahmen von Hirnzellen oder in 3D gedruckten Hirngefäßen gelingt es dem Künstler, wissenschaftliche Motive in ästhetische Werke zu überführen (Abbildung: „Hirnorganoidbild“). Ein Highlight der Ausstellung wird die Augmented Reality sein, mit der das Publikum einen Blick in das Gehirn des Künstlers werfen kann.

Rainer Zerback stellt unter dem Titel „Metamorphosis“ ebenfalls bis Sonntag, 5. November aus.

Jede Zeit hinterlässt ihre Spuren, und diese Spuren sind Ausdruck menschlicher Wünsche, Vorstellungen und Leistungen. Zerback interessiert sich in seinen fotografischen Arbeiten für diese Spuren menschlichen Handelns. Nach Arbeiten zum urbanen Raum und zum Massentourismus suchte der Ludwigshafener nach einer ländlichen Region, in der der Strukturwandel glückt – und fand ihn auf der Schwäbischen Alb. Hier treffen Tradition und Innovation, Landschaft und Industrie aufeinander und bilden ein interessantes Spannungsverhältnis: So zeigt der Künstler unter anderem den Freizeittourismus im Eselsburger Tal, Skateparks in Dörfern, Photovoltaikanlagen auf dem Feld oder weltweit agierende Firmen. Die Arbeiten bestechen durch die Klarheit und Reduktion der Motive und die Schönheit der Region, regen aber auch zum Nachdenken darüber an, wie Modernisierung aussehen kann, , ohne dass die Natur beeinträchtigt wird.

Nähere Info im Kunstmuseum, Tel. 07321.327-4810 oder -4814 sowie online unter www.kunstmuseum-heidenheim.de


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