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Heimtiere Wer kümmert sich bei Unfall oder Krankheit?

Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) empfiehlt, Unterbringung und Pflege von Heimtieren vorab zu regeln. Merklisten helfen dem Ersatz-Halter.

AN HUND UND KATZ DENKEN: Die Versorgung der Heimtiere für den Notfall sollte rechtzeitig geregelt werden. Foto: stock.adobe.com/kerkezz

AN HUND UND KATZ DENKEN: Die Versorgung der Heimtiere für den Notfall sollte rechtzeitig geregelt werden. Foto: stock.adobe.com/kerkezz

Bild: Zivica Kerekz

Wer allein mit Heimtieren lebt, muss sich auf eine Situation vorbereiten, die hoffentlich nie eintritt: Ein Unfall oder ein medizinischer Notfall verhindert, dass sich der Halter für die nächsten Tage, Wochen, vielleicht sogar Monate um den tierischen Mitbewohner kümmern kann. Während die eigene Vorsorge oft mit Versicherungen oder Vollmachten geregelt ist, sind Verbleib und Versorgung der Heimtiere meist nicht geklärt. „Mein Tier ist allein zu Hause”: Eine Notfallkarte informiert Rettungskräfte, dass ein oder mehrere Schützlinge betreut werden müssen. Das ist wichtig, wenn sich die Besitzer bei schweren Verletzungen oder plötzlicher Erkrankung nicht mehr verständigen können.

Die Notfallkarte, die Tierhalter in Brieftasche, Handyhülle oder im Handschuhfach ihres Fahrzeugs mitführen sollten, gibt nicht nur Auskunft über die betroffene Tierart und ihre Anzahl. Auf der Rückseite ist auch eine Kontaktperson angegeben, die von Polizei, Rettungsdienst oder dem Personal im Krankenhaus über die Abwesenheit des Tierhalters informiert werden sollte. Ob Nachbar, Familie, Freunde oder Tier-Sitter – die Kontaktperson muss natürlich genau Bescheid wissen und ihre Bereitschaft signalisiert haben, im Fall der Fälle die Betreuung zu übernehmen. „Machen Sie Ihre Betreuungsperson für den Notfall im Vorfeld ganz ausführlich sowohl mit dem Heimtier als auch mit den anfallenden Aufgaben vertraut”, empfiehlt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich.

Wenn möglich, sollte eine Vertretung gewählt werden, die schon einmal als Tier-Sitter eingesprungen ist. Ideal ist, wenn die Kontaktperson einen Schlüssel zur Wohnung hat oder zumindest weiß, wo ein Schlüssel hinterlegt ist. Für den kleinen „Lebensretter im Kartenformat” finden sich im Internet zahlreiche Vorlagen zum Downloaden und Ausdrucken. Das Muster sollte in Signalfarben und, für den Fall, dass Menschen ohne ihr Tier kurzfristig im Ausland unterwegs sind, zweisprachig in Deutsch und Englisch gestaltet sein. Auf www.wirfuerstier.de gibt es eine passende Vorlage. Welches Futter erhält der morgens? Wie oft wird im Aquarium der Filter gereinigt?

Was für den Tierhalter tägliche Routine ist, kann seine Vertretung schnell überfordern. „Legen Sie eine ausführliche Dokumentation über die Versorgung Ihres Heimtieres an, die Sie zuhause gut sichtbar, am besten direkt neben dem Gehege oder Aquarium hinterlegen”, rät Holthenrich. Auf der Merkliste sollten detaillierte Angaben zum Futter ebenso stehen wie sonstige Präparate, etwa Vitamine und Mineralstoffe. Bei Allergien darf der Hinweis nicht fehlen, welche Nahrung das Tier nicht verträgt. Wenn das Tier Medikamente benötigt, sollte eine Information dazu und zur Registrierung des Tieres, zu Versicherungen, zum Impfausweis und zur Adresse des Tierarztes bereitliegen..

Auch die Gewohnheiten („Meine Katze ist ein Freigänger”) und individuellen Vorlieben („Mein Hund fährt gern Auto”) sollte die Vertretung kennen. Wer Tiere hält, trägt Verantwortung für ihr Wohlergehen – auch über das eigene Leben hinaus. Oft kommen Heimtiere, wenn sich Herrchen oder Frauchen gar nicht mehr kümmern können, ins Tierheim. Was im eigenen Krankheits- oder Todesfall mit dem Schützling passiert, wer die Unterbringung und Pflege übernimmt oder die anfallenden Kosten trägt, kann eine Tierverfügung rechtlich absichern.


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