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FCH gewinnt gegen den Hamburger SV

Der FCH setzte sich 3:2 gegen Hamburg durch.

Ein Dreierpack von Christian Kühlwetter hat dem 1. FC Heidenheim 1846 am Ersten Adventssonntag gegen den Hamburger SV einen 3:2-Heimsieg (2:2) in der Voith-Arena gesichert. Der FCH geriet gegen den HSV, bis zu diesem Spiel Tabellenführer, zunächst mit 0:2 in Rückstand. Eine wiederholt starke Moral und „Kühlis“ Dreierpack bescherten den Rot-Blau-Weißen aber den dritten Sieg gegen den Aufstiegsfavoriten in Folge.
 

Gegenüber dem Auswärtsspiel in Kiel tauschte Frank Schmidt einmal. Oliver Steurer kam für Jonas Föhrenbach in die Startelf. Die FCH Defensive formierte sich als Dreier- bzw. Fünferkette mit Steurer, Mainka und Hüsing im Zentrum sowie Busch und Theuerkauf auf den Außen.
 
Der FCH lief den HSV von Beginn an hoch an, auch die Gäste aus dem Norden versuchten, den Spielaufbau der Gastgeber früh zu stören. Der FCH überstand die ersten Hamburger Offensivbemühungen von Kittel (4.) und Narey (4.). In der 12. Minute packte Kevin Müller bei Kittels Flanke von links sicher zu. Vier Minuten später aber ging der spielstarke Tabellenführer zu diesem Zeitpunkt verdient in Front. Heyer verlängerte einen Ball im Zentrum auf die rechte Seite auf Wintzheimer. Dieser legte passgenau quer für Kittel, der aus kurzer Distanz zum 0:1 vollstrecken konnte. Die Gäste blieben am Drücker, Busch klärte vor Terodde (19.), Theuerkauf vor Narey (19.) und Hüsing vor Leibold (21.). In der Offensive fand Geipl nach seinem Solo keinen Abnehmer (22.). In der 24. Minute brachte Kittel eine HSV-Ecke von der rechten Seite in die Mitte. Dem FCH gelang es nicht, die Situation zu bereinigen. Über Wintzheimer, dem das Leder wohl an die Hand sprang, landete der Ball im Zentrum bei Leistner, der aus sieben Meter per wuchtigem Dropkick einschoss. Nach kurzer Rücksprache mit dem Videoassistenten entschied Schiedsrichter Badstübner auf 0:2.
 
Nach einer Ecke von Theuerkauf kam der heutige Kapitän erneut an den Ball und postierte ihn in die Mitte – Kühlwetter traf freistehend per Kopf zum 1:2-Anschluss (28.). Spätestens jetzt war es eine sehr rassige und offene Begegnung. Ulreich faustete eine FCH Ecke aus der Gefahrenzone (30.). Frank Schmidt stellte nach einer halben Stunde auf Viererkette um und tauschte Pick für Steurer. Der eingewechselte Flügelspieler brachte gleich viel Schwung mit und testete mit seinem Abschluss Ulreich aus der zweiten Reihe (36.). In der 41. Minute traf Kühlwetter nach starkem Solo gegen Leistner ins Tor, stand zuvor aber im Abseits – der Treffer zählte nicht. Einen aber hatte der FCH vor der Pause noch: Hamburgs Gyamerah hob bei einem langen Ball dieses Mal das Abseits auf, Thomalla erlief die Kugel und legte vor Ulreich uneigennützig quer für Kühlwetter, der quasi mit dem Pausenpfiff und seinem siebten Saisontor zum 2:2 einschob! Nach unterhaltsamen ersten 45 Minuten ging es in die Halbzeit.
 
„Kühli“ schnürt den Dreierpack
Der zweite Durchgang startete ohne personelle Wechsel. Es ging zunächst nach wie vor hin und her. Hamburg zeigt dabei zähe Aufbauphasen. Busch klärte einen Kittel-Freistoß (49.), Kühlwetter scheiterte nach Vorarbeit von Leipertz eine Zeigerumdrehung später am sich groß machenden Ulreich (50.). Die folgende Ecke von Theuerkauf köpfte Hüsing am HSV-Gehäuse vorbei. In der 55. Minute verletzte sich Andreas Geipl nach einem Foul an Narey an den Rippen, wenig später ersetzte Dženis Burnic bei seinem Heimdebüt den Mittelfeldmann. Die Partie war weiterhin völlig offen, beide Mannschaften schnürten die jeweils andere phasenweise in deren Hälfte ein, die gefährlicheren Chancen hatte der FCH. Busch zog nach einer Ecke direkt ab, traf das Spielgerät aber nicht voll (63.). Sekunden später wurde der Versuch des starken Kühlwetter geblockt. Leipertz kam nach schöner Vorarbeit von Pick und Theuerkauf im Sechzehner an die Kugel, konnte sie aber nicht kontrollieren (65.). Sessa prüfte Ulreich mit einem direkt aufs Tor gezogenen Eckstoß (66.). Picks Volleyschuss nach sehenswerter Kombination über Burnic und Kühlwetter landete weit über dem Querbalken. In den Folgeminuten hatte der HSV wieder mehr vom Spiel und zeigte sich gewohnt ballsicher. Es gab in dieser Phase jedoch auf beiden Seiten wenig echte Torchancen. Der FCH probierte es mit Theuerkauf per Freistoß (73.) und den Einzelaktionen von Kühlwetter (78.) und Pick nach souveräner Vorarbeit von Kühlwetter – jedoch ohne Erfolg.
 
Die Schlussphase sollte es dann wieder einmal in sich haben: Zunächst verpasste Pick in der 84. Minute eine Leipertz-Flanke nur knapp. Dann hatte Hamburgs Torjäger Simon Terodde seine beste Chance des Spiels, schoss aus sechs Metern aus der Drehung aber knapp über das Tor. Heyer verfehlte das lange Eck aus der Distanz für den HSV deutlich (89). Als die Zeichen fast schon auf ein Remis standen, versprang HSV-Schlussmann Ulreich die Kugel bei einem Abstoß und einem versuchten Doppelpass mit Leistner. Matchwinner Kühlwetter war sofort zur Stelle und markierte mit seinem dritten Treffer des Tages das viel umjubelte 3:2 für den FCH! Die Mannschaft von Frank Schmidt hielt dem Druck des HSV im Anschluss kraftvoll und konzentriert Stand und behielt die drei Punkte in der Voith-Arena. Wie vor einer Woche in Kiel holte der FCH dabei wieder einen 0:2-Rückstand auf.
 
Nach dem dritten Sieg des FCH gegen den HSV in Folge geht es für die Rot-Blau-Weißen am Samstag, 5. Dezember (13 Uhr), weiter mit dem Auswärtsspiel beim neuen Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth, der heute 3:2 gegen seinen Lokalrivalen 1. FC Nürnberg gewinnen konnte.
 
Statistik zum Spiel:
FCH: Müller – Busch, Hüsing, Mainka, Steurer (33. Pick), Theuerkauf – Geipl (60. Burnic), Sessa, Leipertz (90. Otto) – Thomalla (90. Schnatterer), Kühlwetter
HSV: Ulreich – Gyamerah, Leistner, Ambrosius, Leibold – Onana, Heyer, Kittel (83. Jatta) – Narey (83. Vagnoman), Terodde, Wintzheimer (74. Dudziak)
Tore: 0:1 Kittel (16.), 0:2 Leistner (24.), 1:2 Kühlwetter (28.), 2:2 Kühlwetter (45. + 1), 3:2 Kühlwetter (90.)
Gelbe Karten: Geipl / Onana, Ambrosius, Leibold
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)
Stadion: Voith-Aren Quelle: FCH


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